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Haustiere

Hitzestress: Wie Sie Hund und Katze schützen können

Hund schaut in Kamera
Dr. Ester Mann
am
11.07.2017

Unter Hitzestress leiden auch die Haustiere. Wie Ihre Lieben am besten damit zurechtkommen, lesen Sie in der LAND & Forst 28/17.

Unser Hund schläft den ganzen Tag, ist er etwa krank? Bei Hitze sind Haustiere manchmal anders. Die Katze trinkt viel mehr als sonst, der Labrador rührt sein Futter nicht an. Das hört sich in der Tat nach einem richtig kranken Tier an, aber in den allermeisten Fällen war es tatsächlich nur den extrem hohen Temperaturen geschuldet.

Hunde und Katzen können nicht wie der Mensch bei hohen Temperaturen über die Haut schwitzen und sich dadurch abkühlen. Sie haben deutlich weniger Schweißdrüsen als der Mensch. Viele Schweißdrüsen befinden sich zudem an den Pfoten und dienen eher der Geruchsmarkierung und weniger der Thermoregulation.

Hunde hecheln bei Hitzestress

Jeder weiß, dass Hunde zur Wärmeregulation hecheln. Starkes Hecheln kann auch ein Anzeichen für Schmerzen, Fieber, Aufregung oder Stress sein.

Was die wenigsten wissen – und was erst vor kurzem wissenschaftlich bestätigt wurde – ist, dass Hunde beim Hecheln die Luft über die Nase einatmen und über das geöffnete Maul mit heraushängender Zunge wieder ausatmen.

    Tipps gegen Hitzestress bei Haustieren

    Was macht man als verantwortungsvoller Tierhalter nun bei hohen sommerlichen Temperaturen? Nachfolgend haben wir ein paar Tipps aufgelistet, wie Sie Ihren Tieren am besten über warme Zeiten hinweghelfen können:

    • Am schönsten finden es die meisten Hunde, wenn sie sich im Wasser abkühlen können. Wer keine geeignete Badestelle in der Nähe hat, kann sich mit einem Kinderplanschbecken im Garten behelfen.
    • Viele Besitzer scheren ihre Hunde im Sommer. Die Hunde genießen es, wenn der dicke Pelz runterkommt, und sind gleich viel munterer.
    • Auch sollte man nur frühmorgens und spätabends mit seinem Hund rausgehen und ihn ansonsten im Schatten dösen lassen.
    • Katzen haben an heißen Tagen meist wenig Appetit, das ist normal. Sie wiegen in der Regel im Sommer weniger als im Winter. Wenn es kühler wird, holen sie wieder nach, was sie bei Hitze versäumt haben.
    • Lassen Sie Ihren Hund nicht im Auto sitzen, während Sie einkaufen gehen. Die Temperaturen steigen selbst im Schatten auch bei geöffnetem Fenster innerhalb kurzer Zeit ins Astronomische.

    Mehr zum Thema lesen Sie in der LAND & Forst 28/17 auf Seite 59. Möchten Sie die LAND & Forst zum Probelesen bestellen? Dann klicken Sie hier…

    Mit Material von Tierärztin Dr. Ester Mann
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