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Garten

Hopfen

von , am
17.12.2014

Der Hopfen (Humulus lupulus) ist in der freien Landschaft als Kletterstaude an Waldrändern, in Hecken und Gebüschen und vor allem in Ufergehölzen zu finden, da die Pflanze feuchten bis nassen Boden bevorzugt.

Hopfen © Tubes

Innerhalb nur eines Jahres schafft es die Windepflanze, über 6 m zu wachsen. Die Sprossen sind durch kreisende Bewegungen im Uhrzeigersinn stets auf der Suche nach geeigneten Unterlagen, um die sie sich winden und emporklettern können. Jeden Herbst zieht sich die Hopfenpflanze vollständig zurück, um im nächsten Frühjahr wieder neu auszutreiben.

Das Hanfgewächs ist zweihäusig, das heißt, männliche und weibliche Blüten wachsen auf verschiedenen Pflanzen. Ab Juli erscheinen die unscheinbaren männlichen Blütentrauben wie auch die dekorativen weiblichen, zapfenartigen Blütenstände. An diesen Zapfen befindet sich das "Hopfenmeh", welches die bekannte, einschläfernde Wirkung des Hopfens auslöst.
Früher bezeichnete man nur die weiblichen Blüten als "Hopfen"; der Name wurde später auf die ganze Pflanze übertragen. Früher war die Gundelrebe eine der wichtigsten Bierwürzen. Erst als Mönche im 17. Jahrhundert den Hopfen einführten, wurde sie verdrängt. Auch heute noch ist Hopfen die bevorzugte Bierwürze; für ihre Herstellung werden vom Kulturhopfen allein weibliche Pflanzen angebaut.

Lebensdauer: mehrjährig
Standort: sonnig bis halbschattig/feuchter, nährstoffhaltiger Boden
Blütezeit: Juli bis September
Vermehrung: Samen und unterirdische Sprosse
Verwendung: Triebspitzen können wie Spargel zubereitet und gegessen werden
Besonderheit: dekorative weibliche Blütenstände (Foto)
Zu beachten: Rankhilfe erforderlich  
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