Login
Garten

Huflattich

von , am
11.02.2014

Wie der Löwenzahn gehört der Huflattich (Tussilago farfara) zur Familie der Korbblütler. Er ist vorziehend, das heißt, die Blüten erscheinen vor den Blättern.

Huflattich © Tubes

In der ersten Frühlingssonne drängen blattlose, geschuppte Stiele, mit goldgelben löwenzahnähnlichen Blütenköpfchen ans Licht. Erst wenn die Blütenköpfchen welken, beginnen sich die rundlich-herzförmigen, auf der Unterseite grau- bis weißfilzigen Blätter zu entwickeln. Sie können bis 30 cm breit werden.

Der Pionier tritt auf Ton- und Lehmböden vor allem an Wegen, Ufern und auf frischen Erdanrissen auf. Da der Huflattich sich über lange, unterirdische Ausläufer zu vermehren vermag, sollte er im Garten nicht bewusst eingebracht werden. Hat er sich jedoch selber ein Plätzchen an einer Stelle ergattert, wo er gut unter Kontrolle zu halten ist, sollte man diesem interessanten Frühblüher eine Chance geben.

Seit alters her galt der Huflattich als bewährte Heil- und Gemüsepflanze. Die Blüten wurden zur Gewinnung von Heilmitteln gegen Husten verwendet. Neuere Untersuchungen haben allerdings ergeben, dass vor allem in den Blüten Pyrrolizidin-Alkaloide enthalten sind, die für den Menschen schädlich sind. Während des ersten Weltkrieges wurden die Blätter als Tabak-Ersatz geraucht.

Lebensdauer: mehrjährig
Standort: sonnig/feuchter, basenreicher Boden
Blütezeit: März bis April
Vermehrung: Samen und unterirdische Ausläufer
Zu beachten: sehr ausbreitungsfreudig durch die unterirdischen Ausläufer
Auch interessant