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Hof- und Dorfleben

Klassiker und viel Atmosphäre

von , am
28.05.2013

Der "Bockhorner Oldtimermarkt" öffnet am zweiten Juniwochenende wieder mit vielen historische Modellen und einem schie endlosen Angebot an Ersatzteilen seine Tore.

Der Veranstalter des Bockhorner Oldtimermarktes rechnet mit bis zu 25.000 Besuchern. © Hollweg

Vom 7. bis 9. Juni ist die Luft in Bockhorn (Landkreis Friesland) wieder Benzin geschwängert. Denn bereits zum 32. Mal öffnet einer der urigsten Oldtimermärkte Europas seine Pforten. Rund 4.000 Fahrzeuge, alle älter als 30 Jahre, präsentieren sich den Fans und Enthusiasten alter Technik. Dazu gehören neben den Brot-und-Butter-Oldies à la Opel Rekord auch rassige Sportwagen, exklusive Luxuslimousinen, kernige Motorräder, schwere Nutzfahrzeuge und große Traktoren.

Hinzu kommen unvorstellbare Mengen an Ersatzteilen, Werkzeugen und Zubehör, die an etwa 1.000 Ständen erworben werden können. Auch Liebhaber von Antiquitäten und nostalgischen Accessoires kommen hier voll auf ihre Kosten.

All das - eingebettet in eine herrliche Parklandschaft - macht den "Markt im Norden", wie er in Insiderkreisen heißt, zum Event für Sammler, Schrauber und Schaulustige. "Wir freuen uns riesig auf den Markt", sagt Initiator Herbert Ahlers. Was er 1982 als kleines Treffen für Gleichgesinnte mit 800 Besuchern aus der Taufe hob, hat sich mittlerweile zu einem modernen Wirtschaftsunternehmen mit jährlich zwischen 20.000 und 30.000 Besuchern entwickelt. Das stellt das ganz besondere Anforderungen an die Organisation und Logistik.
Die Planungen und Vorbereitungen beschäftigen den 66-jährigen Friesländer das ganze Jahr über. Von der Ausschreibung bis zur Gastronomie ist im Hause Ahlers alles Familiensache. Unterstützt wird er dabei von Ehefrau Lilli und seinen drei Söhnen, die alle vom gleichen Enthusiasmus wie der Senior angetrieben werden.

Die Entwicklung des Marktes spiegelt das zunehmende Interesse am Hobby "Oldtimer" wider. In den letzten zehn Jahren hat sich der Bestand an Liebhaberfahrzeugen nahezu verdreifacht. Heute sind deutschlandweit rund 260.000 historische Fahrzeuge zugelassen, die vor 1982 erbaut wurden.

Einen Querschnitt davon bekommen die Besucher in Bockhorn zu sehen - und das in einer ganz besonderen Atmosphäre. Die Stimmung ist fröhlich und geprägt vom Charakter eines bunten Familienfestes. Hier ist man weit entfernt vom Stelldichein automobiler Eliten, über die immer wieder in Hochglanz- und Lifestylemagazinen zu lesen ist.

"Bei uns wird nicht die Asche angebetet, sondern das Feuer dieses schönen Hobbys an alle Interessierten weitergegeben", bringt es Herbert Ahlers auf den Punkt.
Auch dieses Mal gibt es eine Sonderschau. Sie richtet sich an die Liebhaber ältere Modelle jenseits des Eisernen Vorhangs und steht unter dem Motto "Von Ost nach West". Gezeigt werden alle gängigen Fabrikate des ehemaligen Ostblocks bis Baujahr 1980. Dazu gehören Marken wie Moskwitsch, Lada, Wartburg, Wolga, Ursus, Tatra oder Jawa.

Auch wer Oldtimer in Aktion sehen möchte, wird in Bockhorn bedient. Am Sonntag, den 9. Juni, startet ab 9.30 Uhr die Friesland-Rallye. Etwa 100 Autos und Motorräder, alle älter als 45 Jahre, machen sich dann vom Ausstellungsgelände auf den Weg in die reizvolle Landschaft Frieslands. Die technischen Details und viel Insiderwissen vermittelt dabei Rallye-Moderator Uwe Quentmeier. Am "sunny sunday" sind auch die Besitzer der etwas frischeren Oldtimer, der sogenannten "Youngtimer" bis Baujahr 1988, eingeladen, ihre Schätzchen auf dem Gelände zu präsentieren.

Der Eintritt beträgt zehn Euro für Erwachsene und fünf Euro für Kinder zwischen zehn und 16 Jahren. Kinder bis zehn Jahre sind frei. Ab Sonntag, 13 Uhr, sind die Preise ermäßigt. Eintritt am Freitag gibt es nur mit dem Drei-Tage-Ticket (20 Euro). Wer seinen Oldtimer auf dem Gelände zeigen will, bekommt für sich und eine Begleitperson freien Eintritt und eine Tasse Kaffee spendiert.
 
Weitere Infos unter www.bockhorner-oldtimermarkt.de.
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