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Garten

Knackig-zartes Frühlingsgemüse

von , am
19.03.2013

Lange Zeit spielten sie kaum eine Rolle, doch sie finden wieder mehr Anhänger. In dieser Folge unserer Gartenserie stellen wir Mairübchen vor - und der Name verrät schon einiges über den Erntezeitpunkt.

Wie bei allen Wurzelgemüsen ist auch bei Mairübchen auf  ausreichenden Pflanzenabstand  zu achten. © Stern

Mairübchen zählen neben Teltower Rübchen, Herbstrüben und Stielmus zu den verschiedenen Formen der Speiserübe. Das Mairübchen gedeiht am besten in voller Sonne auf nährstoff- und humusreichem sowie ausreichend feuchtem Gartenboden. Frische organische Düngung wird nicht vertragen.

Die Aussaat erfolgt im Freiland, Frühbeet oder Gewächshaus im März/April in Reihen mit 30 cm Abstand, in der Reihe sind die Rüben auf etwa 10 cm
Abstand zu vereinzeln. In kurzer Zeit wachsen 4 bis 6 cm  dicke
Rübchen heran.

Die Ernte erfolgt von Ende April bis in den Mai, sie muss zügig erfolgen, denn im Juni platzen Mairübchen schnell auf. Eine erneute Aussaat ist Anfang August möglich, geerntet wird dann ab Mitte Oktober. Die späte Aussaat kann nach Bedarf geernet werden, wegen der niedrigeren Temperaturen stellen die Rüben das Wachstum ein und es besteht keine Gefahr des Aufplatzens mehr.

Neben den Rüben lassen sich die Blätter wie Stielmus oder Spinat verarbeiten. Mairübchen sind Kreuzblütler, daher auf ausreichenden Fruchtwechsel achten. Der Sommeranbau ist nicht empfehlenswert, da der Geschmack der Rübchen dann recht streng wird.
Sortentipps:

,Primera‘: schnell wachsend, rotköpfig mit weißem Fleisch, zart

‚Holländische weiße Mairübe‘: für Sandböden, braucht warmen, geschützten Platz, mit zehn Wochen recht lange Kulturdauer

‚Market Express‘: reinweiße Rübe, Ganzjahresanbau möglich, zart und mild, Rüben 5 bis 6 cm dick

‚Snowball‘: kugelrunde, weiße Rüben, würziger Geschmack, ertragreich und schnell wachsend.
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