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Trockenheit

Landvolk: Verbraucherpreise durch Hitze kaum beeinflusst

Brot
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Birgit Greuner, LAND & Forst
am
30.07.2018

Wie wirken sich Trockenheit und Ertragsausfälle auf die Lebensmittelpreise aus? Das niedersächsische Landvolk beruhigt jetzt die Verbraucher: Allenfalls gering.

Auf den Feldern führt die große Hitze zu teils erheblichen Ertragsausfällen. Das führt bei den Verbrauchern immer wieder zur besorgten Frage nach den Auswirkungen auf die Lebensmittelpreise. Diese werden nur gering sein, gab jetzt das niedersächsische Landvolk bekannt.

Der Weizenpreis ist an den Kosten für ein Brötchen mit gerade sieben Prozent beteiligt, wie der Landvolk Presse Dienst weiter erläutert. Die Getreidepreise müssten sich schon verdoppeln, damit ein Weizenbrötchen um einen Cent teurer wird.

Der Preis für ein normales Weizenbrötchen liegt mit durchschnittlich 29 Cent bei geringen wie hohen Getreidepreisen auf einem ähnlichen Niveau. Das belegen Daten der Bonner Marktbeobachter AMI.

Geringere Ernten kein Auslöser für höhere Brotpreise

Ein 500-Gramm-Päckchen Roggenmischbrot kostet rund 0,77 Euro, ebenfalls ein langfristig stabiler Preis. Selbst bei größeren Preisausschlägen für Weizen, wie zuletzt 2011 und 2012 festgestellt, bewegt sich der Verbraucherpreis für Brot und Brötchen kaum.

Landvolkpräsident Albert Schulte to Brinke verdeutlicht: „Wir Landwirte wünschen uns durchaus eine höhere Wertschätzung für Lebensmittel, aber geringere Ernten müssen kein Auslöser für höhere Brotpreise sein.“

Aktuell melden die Marktbeobachter in Bonn nur bei Salaten eine leichte Preissteigerung, weil die empfindlichen Pflanzen durch die Hitze besonders stark betroffen sind.

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