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Deutscher Landfrauentag

Merkel: Landfrauen tun unserem Land gut

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Hilke Lehmann, LAND & Forst
am
14.07.2016

Erfurt - Beim deutschen Landfrauentag in der vergangenen Woche war mit Bundeskanzlerin Angela Merkel und ihren Ministern Müller und Schmidt hohe Politprominenz zu Gast.

Bus an Bus wälzt sich durch Erfurt zum Messegelände. Dort angekommen schwärmen Landfrauen aus ganz Deutschland in die Hallen. Genau gesagt: 5.000 Frauen. „Der Deutsche Landfrauentag ist ein Treffpunkt für unsere Mitglieder und Schaufenster für die Themenvielfalt des Verbandes“, sagt die Präsidentin des Deutschen Landfrauenverbands, Brigitte Scherb. Ihr ist der Stolz anzusehen.

Stolz darüber, dass nicht nur Bundeskanzlerin Angela Merkel, sondern auch Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt und Bundesentwicklungsminister Gerd Müller ihr Versprechen, zu kommen, wahr gemacht haben.

Merkel: Formulieren Sie Ihre Forderungen ruhig scharf

In ihrer mit Spannung erwarteten Rede lobt Angela Merkel: „Sie tun unserem Land gut, das können wir gar nicht hoch genug einschätzen. Und Sie machen sich um unser Gemeinwohl verdient, durch Handeln, nicht durch Reden.“ Und dann gab die Kanzlerin einen politisch klugen Rat: „Formulieren Sie Ihre Forderungen ruhig scharf. Sonst hört keiner hin!“

Doch Merkel weiß auch, dass es mit Lob allein nicht getan ist. Erklärtes Ziel der Bundesregierung sei, gleichwertige Bedingungen in Stadt und Land zu schaffen. Dazu gehöre, dass Frauen auch im ländlichen Raum „echte Wahlfreiheit“ haben, also Familie und Beruf vereinbaren können. „Und wir müssen ländliche Regionen für junge Menschen attraktiv machen.“ Eine der Voraussetzungen dafür sei, dass das schnelle Internet verfügbar ist.

Merkel dankt für Erstversorgung von Flüchtlingen

Und nach einmal dankt die Kanzlerin den Landfrauen für ihr Engagement: Diesmal für deren Hilfe bei der „Erstversorgung“ von Flüchtlingen in den Dörfern. Doch die Integration fange jetzt erst an – dafür sieht Merkel in ländlichen Regionen gute Chancen, denn dort seien sie oft besser zu integrieren als in der Anonymität von Städten.

Und dann erwartet die Landfrauen ein eng getaktetes, voll gepacktes Programm: Landwirtschaftminister Christian Schmidt spricht noch einmal über das bereits angekündigte „Hilfspaket von „100 Millionen Euro plus X“ für die Milchbauern.Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke), ebenfalls zu Gast, kokettiert damit, „enttäuscht“ zu sein, weil er „nichts widersprechen kann, was die Kanzlerin gesagt hat.“

Unternehmerinnen des Jahres geehrt

Als „Unternehmerinnen des Jahres“ werden Claudia Schäfer-Trumm (Rheinland-Pfalz) mit ihrer Kleinen Fromagerie, Claudia Niedermann (Bayern) mit  und Annerose Ettenhuber (beide aus Bayern) geehrt. Die Videos zu den Preisträgerinnen finden Sie in Kürze hier.

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