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Garten

Natternkopf

von , am
09.10.2014

Der Gewöhnliche Natternkopf (Echium vulgare) wird durchschnittlich bis zu einem Meter hoch und ist mit den tief reichenden Wurzeln fest im Boden verankert.

Natternkopf © Tubes
Er gehört zu den Raublattgewächsen; die schneckenförmig eingerollten Blütenstände, wie auch die borstigen Blätter sind für diese Pflanzenfamilie typisch. Die stacheligen Härchen schützen die Pflanze an den sonnigen und trockenen Standorten vor übermäßiger Verdunstung.

Zu Anfang sind die Blüten rosa und nehmen, während sich die Blütenstände mit zunehmender Blütezeit entrollen, eine bläuliche Farbe an. Die Griffel und die auffälligen violetten Staubbeutel ragen weit aus den einzelnen Blütchen heraus und bieten somit anfliegenden Insekten einen idealen Landeplatz. Reich an Nektar sind jedoch nur die rosafarbenen Blüten, was die Bienen und auch andere Bestäuber instinktiv zu wissen scheinen.

Der deutsche Name Natternkopf bezieht sich darauf, dass die Blüten mit dem gespaltenen Griffeln an die Köpfe züngelnder Schlangen erinnern. Aber auch der wissenschaftliche Name nimmt Bezug darauf (griechisch: echis = Otter, Viper). Diese Ähnlichkeit führte dazu, dass früher geglaubt wurde, der Natternkopf sei heilsam gegen Schlangenbisse. Schon in der Antike wurden Amulette aus Natternkopf umgehängt, um sich vor Schlangenbissen zu schützen. Gisela Tubes

Garten: im Stauden- oder Steingarten
Lebensdauer: zweijährig (bis mehrjährig)
Standort: sonnig, trocken,  humusarmer Boden
Blütezeit: Mai bis Oktober
Vermehrung: Samen
Zu beachten: giftig  
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