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Niedersachsen: Gut vorbereitet für den Deutschen Mühlentag

Muehlentag-Niedersachsen
Christa Maria Brockmann
am
15.05.2018

Der Deutsche Mühlentag wird 25! Das wird am Pfingstmontag gebührend gefeiert. Bundesweit öffnen mehr als 1.100 Mühlen ihre Türen, so auch in Niedersachsen.

Am Pfingstmontag, dem 21. Mai, ist es soweit: Der Deutsche Mühlentag wird 25. Zum Jubiläum öffnen bundesweit mehr als 1.100 Wind-, Wasser-, Dampf- und Motormühlen ihre Türen.

Flügel oder Wasserräder drehen sich und setzen die rumpelnden Mahlgänge in Betrieb. Das Spektakel fasziniert in jedem Jahr tausende große und kleine Besucher beim Deutschen Mühlentag.

Der findet seit mittlerweile 25 Jahren immer am Pfingstmontag statt, auch im Jubiläumsjahr. Die jeweiligen Betreiber der Mühlen, häufig ganze Vereine, laden dann interessierte Besucher zu Führungen und kleinen Festen mit kulturellen und kulinarischen Angeboten ein.

Bundesweiter Auftakt im niedersächsischen Wallenhorst

Reizvoll ist, dass die Mühlen keine Nachbauten im Museum sind, sondern echte Bauwerke, die tatsächlich einmal an Ort und Stelle in Betrieb waren und auch heute noch funktionieren.

Die bundesweite Auftaktveranstaltung beginnt um 10 Uhr in der Windmühle Lechtingen in Wallenhorst bei Osnabrück. Justizministerin Barbara Havliza und Erhard Jahn, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Mühlenkunde und Mühlenerhaltung, werden Ansprachen halten.

Jahn betont: „1994 wurde der erste Deutsche Mühlentag veranstaltet. Damit wollten wir den Besuchern die Bedeutung, Geschichte und Funktionen der ältesten Kraftmaschine der Menschheit näherbringen.“ Die ersten Mühlen waren schon vor 2.000 Jahren in Betrieb. Sie seien die umweltfreundlichen Vorläufer der gesamten technischen Entwicklung.

Vielfalt der Mühlen

Bis heute konnten 160 Anwendungen von Mühlen nachgewiesen werden. Neben der Verarbeitung von Getreide dienten sie unter anderem dem Sägen von Holz, dem Pressen von Öl, dem Stampfen von Flachs und dem Schöpfen beziehungsweise Pumpen von Wasser.

Außerdem waren Mühlen als Antrieb für Schmiedehämmer, zum Schleifen und zur Papierherstellung gefragt. Und so vielfältig wie die Einsatzmöglichkeiten waren die Bauformen der Mühlen.

Mühlen als kulturelles Erbe

Viele heitere und ernste Geschichten sowie Märchen, Gedichte und Erzählungen zeugen von der großen Faszination dieser Gebäude. „Es ist Aufgabe der gesamten Gesellschaft, die alten Mühlen zu erhalten“, betont Jahn. Auch wenn der Betrieb von Wind- und Wassermühlen in der Neuzeit nicht mehr nötig ist und das Mehl schon lange industriell produziert wird: Mühlen sind unser kulturelles Erbe.

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