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Trockenheit

Niedersachsens Feuerwehren im Dauereinsatz

Waldbrand-Feuerwehr-Niedersachsen
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Redaktion LAND&Forst, LAND & Forst
am
31.07.2019

Aufgrund zahlreicher Brände musste die Feuerwehr in der vergangenen Woche in nahezu allen Regionen Niedersachsens ausrücken.

Überall in Niedersachsen gibt es in diesen Tagen Alarm – wegen Feuer auf Äckern, an Strohballen, im Wald. Neben der Feuerwehr halfen auch immer wieder Landwirte und Lohnunternehmen bei der Brandbekämpfung.

In Neuenkirchen im Kreis Vechta beispielsweise verhinderten 185 Feuerwehrleute das Übergreifen eines 6 ha großen Stoppelfeldbrandes auf ein Wohngebiet. Teilweise konnten die Flammen erst kurz vor Garagen und Gartenhütten gestoppt werden.

86.500 Hühner verbrannt

In Neuenkirchen-Vörden (Landkreis Vechta) geriet ein Hühnerstall mit rund 86.500 Tiere in Brand. Mehr als 180 Feuerwehrleute aus den Landkreisen Vechta und Osnabrück waren im Einsatz. Die Tiere konnten nicht mehr gerettet werden.

Bei Bremerhaven geriet eine Rundballenpresse in Brand und entzündete mehrere Heuballen und das trockene Stoppelfeld.

Im Kreis Helmstedt stand in der Nähe von Ochsendorf ein abgemähtes Getreidefeld von rund 10.000 Quadratmetern in Flammen. Das Feuer drohte auf ein Waldstück überzugreifen. Insgesamt 156 Feuerwehrkräfte waren im Einsatz.

Vom Feld auf den Campingplatz

Zahlreiche Stoppelfeldbrände wurden aus den Landkreisen Gifhorn, Celle und der Region Hannover gemeldet. Die Feuerwehr- und Rettungsleitstelle des Landkreises Diepholz alarmierte am Wochenende 13 mal die Brandbekämpfer. Allein in Albringhausen brannten gut 20 ha.

Am Kransburger See, nahe Cuxhaven, zog Rauch von einem brennenden Feld zu einem angrenzenden Campingplatz auf dem sich 1.800 Menschen befanden. 62 erlitten Rauchvergiftungen.

Auch im Raum Rotenburg/Wümme waren die Feuerwehren quasi im Dauereinsatz, allein viermal wurde die Gemeindefeuerwehr Scheeßel am Wochenenden zu Flächenbränden gerufen.

Unterstützend sind in allen Regionen Niedersachsens auch Landwirte bei der Brandbekämpfung aktiv. Mit der Frontlader-Schaufel und Grubbern schieben sie Schneisen rund um Feuerherde und setzen mit Wasser gefüllte Güllefässer ein.

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