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Niedersachsens Umweltminister mahnt Wassersparen an

Getreidefeld wird beregnet
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Birgit Greuner, LAND & Forst
am
28.06.2019

Trotz Trockenheit keine Gefahr für die Trinkwasserversorgung in Niedersachsen. Wasser sparen sollte ab jetzt aber trotzdem jeder.

Das niedersächsische Umweltministerium sieht trotz der anhaltenden Trockenheit derzeit keine Gefahr für die Trinkwasserversorgung. Diese sei in Niedersachsen derzeit grundsätzlich sichergestellt, teilte das Ministerium gestern (27. Juni) mit.

Zwar meldeten einzelne Wasserversorger Engpässe. Diese seien aber auf technische Schwierigkeiten zurückzuführen und nicht auf einen akuten Wassermangel. Gerade in Spitzenzeiten der Wassernutzung könnten die Förderleistung und der Leitungsdruck abfallen.

Für die öffentliche Trinkwasserversorgung stünden gegenwärtig ausreichende Grundwasserressourcen zur Verfügung. Die Talsperren im Harz seien mit einem durchschnittlichen Füllungsgrad von 70 Prozent gut gefüllt.

Grundwasserkörper nicht vollständig regeneriert

Dennoch ist der Appell einiger Versorgungsunternehmen zu einem sensiblen Umgang mit Trinkwasser berechtigt. Durch den verhältnismäßig trockenen Winter und Frühling 2019 könnten sich die Grundwasserkörper nicht vollständig von den Auswirkungen des trockenen Jahres 2018 regenerieren und auffüllen.

Lies betonte: „Wir müssen alle sensibler mit unseren Wasserressourcen umgehen. Wasser ist ein hohes Gut.“ Der Handlungsdruck werde nicht zuletzt durch das letzte Dürrejahr und die Trockenheit in diesem Jahr deutlich. 

Lies fordert, die Beregnung in der Landwirtschaft intelligenter zu lösen. Mit der einfachen Methode des Sprengens verdunste viel zu viel Wasser. Beregnungstechniken müssten verbessert werden. Das Land selbst erarbeite dazu derzeit ein Wasserversorgungskonzept, um die Wasserversorgung in Niedersachsen langfristig sicherzustellen.

Mit Material von Umweltministerium Niedersachsen
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