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Gesundheitsversorgung

Mit dem Projekt "Gesundheitsregionen Niedersachsen" nah am Patienten

Arzt-Landarzt-Niedersachsen-Gesundheitsregionen
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Hilke Lehmann, LAND & Forst
am
27.12.2017

Ob Patientenmobil, Telemedizin oder das Anwerben künftiger Landärzte: In Niedersachsen gibt es 35 Gesundheitsregionen mit zukunftsweisenden Projekten.

Niedersachsen ist in Sachen Gesundheit ganz vorne dabei. Beispiel dafür gibt es genug:

  • Ein Patientenmobil in Leer, das Menschen, die nicht selbständig zum Arzt kommen können, aus Dörfern und Gemeinden zu Fachärzten nach Leer bringt
  • Augenärztliche Versorgung mit Telemedizin auf der Insel Borkum oder
  • das Anwerben von künftigen Landärzten durch Stipendien.

Mittlerweile orientieren sich 35 „Gesundheitsregionen“ in Niedersachsen mit ihren innovativen Angeboten ganz nah an den Bedürfnissen der Menschen vor Ort.

Gesundheitsregionen seit 2014

2014 hatte die Landesregierung das Projekt „Gesundheitsregionen Niedersachsen“ gemeinsam mit der AOK und der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen, den Ersatzkassen sowie dem BKK Landesverband Mitte Niedersachsen ins Leben gerufen.

Folgende Ziele sind gesetzt:

  • Die Strukturen im Gesundheitswesen von Landkreisen, Städten und Gemeinden sollen so umgestaltet werden, dass alle Akteure an einem Strang ziehen, anstatt parallel zu arbeiten.
  • Zudem wurde in jeder Gesundheitsregion eine Steuerungsgruppe gebildet, in der Ärzte, Pflegeheime, Krankenhäuser, Kommunen und Therapeuten gemeinsam daran arbeiten, das Angebot für die Patienten zu verbessern.
  • Aufgabe dieser Steuerungsgruppen ist es, innovative medizinische Versorgungs- und/oder Kooperationsprojekte – passend zu den Bedürfnissen der Menschen – zu entwickeln.

Pro Jahr 600.000 Euro für Gesundheitsprojekte

    Werden die Projekte vom Lenkungsgremium beim Land Niedersachsen bewilligt, gibt es Geld aus dem Fördertopf für deren Umsetzung. In der Förderperiode von 2014 bis 2017 wurden pro Jahr 600.000 Euro ausgeschüttet.

    Zudem erhält jede Gesundheitsregion pauschal 13.000 Euro pro Jahr für den Aufbau bzw. die Unterstützung von neuen Strukturen sowie für kleinere regionale Projekte. Dies gilt auch für ab 2018 neu hinzu kommende Gesundheitsregionen.

    Die neue niedersächsische Sozialministerin, Carola Reimann (SPD), hat bei ihrem ersten öffentlichen Auftritt kurz vor Weihnachten angekündigt, das Projekt bis 2020 weiterzuführen und die Gesundheitsregionen auch 2018 mit 600.000 Euro zu fördern.

    Lesen Sie auch unser Thema der Woche zur Gesundheitsversorgung auf dem Land in Niedersachsen in der LAND & Forst 51/17. Möchten Sie die LAND & Forst zum Probelesen bestellen? Dann klicken Sie hier…

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