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Garten

Schlangen-Knöterich

von , am
04.12.2014

Wie eine Schlange windet sich der mehrfach gekrümmte Wurzelstock des Schlangen-Knöterichs (Polygonum bistorta) durch das Erdreich.

Schlangen-Knöterich © Tubes

Aufgrund des hohen Gerbstoffgehaltes wurde dieser lange Zeit vor allem als entzündungshemmendes Arzneimittel bei Hauterkrankungen und gegen Durchfall genutzt. Die säuerlich-bitter schmeckenden Blätter setzte man früher in der Küche zum Beispiel für die Herstellung spinatartige Gerichte ein. Aus diesem Grund wurde das Knöterichgewächs sogar in Bauerngärten angebaut.

Der Schlangen-Knöterich bildet eine grundständige Rosette aus und erreicht mit seinen Blütenständen Höhen von bis zu 80 cm. Die Rosettenblätter sind lang gestielt und auf der Unterseite weich behaart. An der eigenwilligen Form der Blätter ist die Pflanzenart gut zu erkennen. Die speerförmige Blattspreite ist am Blattgrund zunächst gestutzt und läuft dann geflügelt den Blattstiel hinab. Für den Blütenstand hat sich der Volksmund einen interessanten Namen ausgedacht. Tatsächlich erinnern die dicht gedrängt beieinander stehenden kleinen rötlich-weißen Blüten ein wenig an eine „Zahnbürste“. Zahllose Bienen sieht man auf ihnen sitzen, um den süßen Nektar zu naschen.  

In der freien Natur ist der Schlangen-Knöterich vor allem in Feuchtwiesen, Bruch- und Auenwäldern wie auch in feuchten Hochstaudenfluren zu finden. Die Pflanze mit den interessanten Blättern und den hübschen "Zahnbürsten" ist im Gartenhandel käuflich zu erwerben.
 

Lebensdauer: mehrjährig
Standort: mäßig nährstoffreich und gern etwas feucht
Blütezeit: Mai bis Juli
Vermehrung: Samen und unterirdische Sprosse
Verwendung: junge Blätter sind zum Verzehr geeignet
Zu Beachten: ausbreitungsfreudig  
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