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Garten

Schwanenblume

von , am
07.10.2013

Die Schwanenblume (Butomus umbellatus) wächst in sumpfigen Zonen von stehenden oder langsam fließenden, nährstoffreichen Gewässern. Schwankende Wasserstände, von trocken bis überflutet, machen der Sumpfpflanze nichts aus.

Schwanenblume © Tubes
Der Blütenstand lässt zwar eine Zugehörigkeit zu den Doldengewächsen vermuten (umbellatus = doldig), doch die Schwanenblume zieht eine eigene Familie vor. Sie ist in unseren Breiten die einzige Vertreterin der Schwanenblumengewächse. Jede Dolde weist bis zu 30 einzelne, weiß- bis rosa-farbene, im Durchmesser bis zu 2,5 cm breite Blüten mit dunkler Äderung auf. Die hübschen Blüten duften nach Honig und locken Insekten wie Schwebfliegen, Bienen und Hummeln an.

Die aus dem Wasser herausragenden schmalen, dreikantigen Blätter sind steif und scharfschneidig. Bis zu einem Meter können sie hoch werden. Aus ihnen wurden früher Körbe und Matten geflochten. Steht die Pflanze jedoch in tiefem Wasser, bildet sie schmale bandförmige Blätter aus, die im Wasser fluten.  

Begradigung von Uferbereichen, Uferbefestigungen und der Rückgang von stehenden Gewässern haben dazu geführt, dass die Schwanenblume vieler ihrer natürlichen Standorte beraubt wurde. In Niedersachsen ist sie in der "Roten Liste der gefährdeten Pflanzen und Tiere" als "gefährdet" aufgeführt. Wer sich diese dekorative Sumpfpflanze in den eigenen Gartenteich holen möchte, greife bitte auf die im Handel angebotenen, gezüchteten Pflanzen zurück!

Im Garten: Gartenteich
Lebensdauer: mehrjährig
Standort: nährstoffreich / sumpfig oder im Wasser
Blütezeit: Juni bis August
Vermehrung: Samen, Rhizome und Brutknospen
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