Login
Agrarkommunikation

Uni Göttingen: Studenten lernen Medienkompetenz

19 Masterstudenten der Uni Göttingen vom Modul Agrarkommunikation winken
Thumbnail
Birgit Greuner, LAND & Forst
am
23.02.2017

Wie entsteht die LAND & Forst? Was ist Agrarjournalismus? Für Studenten der Universität Göttingen startete jetzt ein Modul, in dem es um Medienkompetenz geht.

19 Masterstudenten am Department für Agrarökonomie und Rurale Entwicklung der Georg-August-Universität Göttingen wollen es wissen: Wie entsteht jede Woche die LAND & Forst? Nach welchen Kriterien werden die Themen ausgewählt und welche Herausforderungen stellt das an die Redakteure? Das sind einige Fragen, die die jungen Teilnehmer während des Moduls „Agrarkommunikation“ innerhalb von vier Wochen lernen wollen.

Nach der erfolgreichen Premiere 2015 kooperieren der Lehrstuhl Marketing für Lebensmittel und Agrarprodukte und die LAND & Forst erneut, um das neue Modul mit Leben zu füllen.

Agrarstudenten schauen hinter das LAND & Forst-Hoftor

Die LAND & Forst ist für viele Studenten keine Unbekannte. „Ich bin mit der ‚Grünen‘ aufgewachsen. Die gehört bei uns auf dem Betrieb einfach dazu“, sagte Rebecka Oellermann, die im Landkreis Cuxhaven zu Hause ist. Umso gespannter ist die junge Agrarwissenschaftlerin auf den Blick hinter das „Hoftor“ der Redaktion, die in Hannover am Kabelkamp sitzt.

In dieser Woche nähern sich die Studenten dem Thema im Hörsaal aber zunächst in der Theorie. Neun Referenten werden journalistische Darstellungsformen, den Umgang mit der Kamera, sozialen Netzwerken und das optimale Zeitmanagement erläutern. Zusätzlich erklären Redakteure ihre Arbeit im Stall oder auf dem Feld. Auch der Unterschied zwischen Journalismus und PR wird diskutiert.

Plötzlich Agrarjournalist

Nach einer Schreibwerkstatt folgt die größte Herausforderung: Die Studenten konzipieren ein „Thema der Woche“ für die LAND & Forst. „Sie erleben bei uns den normalen Ablauf mit – von der Redaktionskonferenz mit der Auswahl des Titelbildes über die Blattplanung bis zur eigenen Themenrecherche vor Ort“, erklärt die stellvertretende Chefredakteurin Sabine Hildebrandt. Gemeinsam mit ihrer Kollegin Vienna Gerstenkorn und Manuel Ermann von der Uni Göttingen koordiniert und betreut sie das Projekt.

Anfang März heißt es dann „Plötzlich Agrarjournalist“. Die Studenten fahren auf landwirtschaftliche Betriebe, recherchieren vor Ort und fotografieren. Die Redaktionskollegen der LAND & Forst aus Oldenburg und Hannover stehen dabei als Mentoren zur Seite. „Uns geht es darum, Medienkompetenz zu vermitteln. Wir möchten den Studenten einen Blick hinter die Kulissen ermöglichen“, begründete Chefredakteur Ralf Stephan die Aktion.

Agrarbranche muss mit Öffentlichkeit kommunizieren

Zum Auftakt erläuterte er gemeinsam mit Winni Sonntag (Uni Göttingen) und Achim Hübner (Kreislandvolk Göttingen) die Notwendigkeit, dass die Agrarbranche mit der Gesellschaft kommuniziert.

Hübner lieferte dazu zahlreiche Beispiele aus seinem Alltag: „Wir können als Bauern die besten Stories erzählen.“ Um sich auf Augenhöhe mit dem Verbraucher zu bewegen, sei es aber wichtig, die deutliche Informations- und Vertrauenslücke zu schließen, so Winni Sonntag.

Auch interessant