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Garten

Wald-Sauerklee

von , am
18.02.2013

Auch im Winter ist die Rosette des Wald-Sauerklees (Oxalis acetosella) in unseren Laub- und Nadelwäldern zu finden. Die Blätter der kleinen Schattenpflanze bestehen aus einem langen Blattstängel mit drei kleinen herzförmigen Teilblättchen, die mit der Spitze am Stängel ansetzen.

Waldsauerklee © Tubes
Sie sehen denen unseres heimischen Wiesen-Klees sehr ähnlich. Die im April und Mai erscheinenden weißen bis schwach rosafarbenen Blüten des Sauerklees zeigen jedoch deutlich, dass die Arten nicht miteinander verwandt sind. Der Sauerklee gehört zur Familie der Sauerkleegewächse, der Wiesen-Klee ist ein Schmetterlingsblütler.

Kaum eine andere Waldpflanze erträgt tieferen Schatten als der Wald-Sauerklee! Vor Erschütterung, Berührung, aber auch bei zu viel oder zu wenig Lichteinfall, klappt die Pflanze ihre normalerweise waagerecht stehenden Teilblättchen nach unten und überdauert so ungünstige Lebensbedingungen. Die Pflanze vermehrt sich nicht nur über Samen, sondern auch durch unterirdische Sprosse.

Der Wald-Sauerklee ist reich an Vitamin C und wurde früher für den Wintervorrat in Honig oder Zucker eingelegt. Da er wie Rhabarber Oxalsäure enthält, sollte er nicht in größeren Mengen gegessen werden.

Im Garten: unter Laub- und Nadelgehölzen
Lebensdauer: mehrjährig
Standort: schattig, mäßig stickstoffreich
Blütezeit: April bis Mai
Vermehrung: Samen und unterirdische Sprosse
Verwendung: die säuerlich schmeckenden Blätter sind in kleinen Mengen zum Verzehr geeignet
Besondere Naturbeobachtung: Herunterklappen der Blätter bei starker Bewölkung, Berührung oder Erschütterung
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