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Wirtschaftswege

Wegenutzung in der Feldmark: Wie Sie Konflikte vermeiden können

Schlepper-Wirtschaftsweg
Christian Mühlhausen
am
12.04.2019

Jetzt im Frühling begegnen Landwirte auf Wirtschaftswegen wieder vermehrt Menschen auf der Suche nach Erholung. Nicht alle von ihnen halten sich an die Spielregeln. Auch wenn es Zeit kostet: Reden statt streiten kann Wunder bewirken.

„Rücksicht macht die Wege breit“ – mit diesem Slogan hat der Kreisbauernverband Landvolk Göttingen im Spätsommer 2016 sogar überregional für Schlagzeilen gesorgt. Mit Schablonen und weißer Farbe sprühten Landwirte und Realverbandsvorsitzende ein Symbol auf stark frequentierte Feldwege und machten so deutlich: Wenn Landwirte und andere Wegenutzer wie Radfahrer, Reiter, Skater und Spaziergänger aufeinander Rücksicht nehmen, ist genug Platz für alle da.

 

Betreten der Landschaft erlaubt

Dass Erholungssuchende sich überhaupt in der Landschaft und auf Wirtschaftswegen aufhalten und diese benutzen dürfen, regelt das Niedersächsische Wald- und Landschaftsgesetz.Demnach darf jeder Mensch die freie Landschaft betreten und sich dort erholen. Den Besuchern ganz oder vorübergehend die Wegenutzung zu verbieten, geht nur in wenigen Ausnahmefällen. Auch das regelt das Gesetz.

Was Sie als Landwirt tun sollten

Was also tun, wenn ein Nutzer sich nicht an die Regeln hält, beispielsweise nicht einsehen will, dass der landwirtschaftliche Verkehr Vorrang hat? Mit einem klärendes Gespräch ohne erhobenen Zeigefinger kann ein Landwirt viel bewirken. Denn oft wissen Radfahrer, Spaziergänger oder Menschen, die motorisiert auf den Wegen unterwegs sind, nicht, was dort erlaubt ist und was nicht.

Fall Sie noch Argumente für die nächste Begegnung brauchen: Der 3-Minuten-Knigge der i.m.a. (Verein information.Medien.agrar) beantwortet viele Fragen rund um Verhaltenregeln auf Feldwegen. Den Ratgeber können Sie hier herunterladen oder bestellen (Versand: 5 Euro).

Weitere Details zum Thema Wegenutzung in der Feldmark finden Sie als Thema der Woche in der kommenden LAND & Forst-Ausgabe 16/19.

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