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Weihnachtsgeschichte

Weihnachtsgeschichte: Zwölf Thesen an der Grootdör

Hoftor-Weihnachten
Peter Jantsch
am
23.12.2017

Harm Petersen kam von seinem neuen Stall zurück zur alten Hofstelle. Von weitem sah er, dass sich jemand am Scheunentor zu schaffen machte. Wer konnte das sein? Eine Weihnachtsgeschichte.

Harm Petersen hatte noch die Tiere versorgt im neuen Stall. Nun wollte er sich auf der alten Hofstelle fertig machen für den Weihnachtsabend. Als er näher kam, sah er, wie ein Mann aus einem alten Lieferwagen stieg und vor die Grootdör ging, die direkt an der Dorfstraße lag.

Der Mann war etwas beleibt, altmodisch gekleidet und hatte eine Halbglatze. Im Licht der Straßenlaterne nagelte er ein Plakat an die Tür.Es ärgerte Harm Petersen jedes Mal, wenn Plakate an sein Dielentor angeschlagen wurden. Aber er hatte aufgehört, sich deswegen mit den Menschen anzulegen. Mit einigen Leuten aus dem Dorf hatte er schon so genug Ärger, seit er und seine Familie ihren neuen Stall gebaut hatten.

Segen der Stadt und dem Land!

Noch bevor Harm beim alten Hofgebäude ankam, war der Mann wieder in sein klappriges Auto gestiegen und fuhr dorfauswärts.

Als der Bauer seinen Hof erreicht hatte, stand ein junger Mann mit langem, etwas unordentlichen, schwarzen Haar und dunkler Haut davor, um das Plakat zu lesen. Möglicherweise einer von den Flüchtlingen, die seit zwei Jahren in ihrem Dorf lebten.

Petersen stellte sich neben ihn und warf einen Blick auf das Plakat. Er staunte nicht schlecht! Da stand: Segen der Stadt und dem Land. Ein Aufruf!

  • Seid groß! Seid euch eurer Verantwortung bewusst – ihr gestaltet diese Welt: Genau so ist sie.
  • Seid klein! Überseht nicht, dass nicht ihr es seid, die es wachsen lasst. Ihr seid nicht die Schöpfer – ihr seid die Gärtner.
  • Seid bewusst! Vergesst nicht die, mit denen ihr zusammenarbeitet: Ob Regenwurm, Kuh oder Hütehund, sie sind Geschöpfe Gottes. Dient ihnen, damit sie euch dienen können.
  • Seid effektiv! Nutzt so wenig Energie wie möglich, um Brot oder Milch zu schaffen, oder um sie zu verteilen. Vergeudet eure Energie nicht, nicht mit zu großen Motoren, und nicht mit unnötigem Streit.
  • Seid klug! Löst die Herausforderungen nicht mit Kraft oder hohem Aufwand, sondern mit Innovation und Verstand. Hinterfragt, und schaut zweimal hin.
  • Seid großzügig! Nicht alles, was stört, muss weg. Weder andere Ansichten oder Meinungen, noch Blumen oder Kräuter, die sich unterscheiden von dem, was ihr ausgesät habt.
  • Seid fair! Wer nicht genug Zeit bekommt, sich zu erholen, kann nicht mehr klar denken und Neues schaffen. Wer nicht Anerkennung bekommt für sein täglich Tun, kann nicht aufrecht und in Würde gehen zu seinem Nächsten.
  • Seid ehrlich! Sagt nicht, es ginge leicht, wenn es nicht leicht ist. Sagt nicht, es wäre unmöglich, nur weil ihr den Weg nicht seht.
  • Seid sanft! Ihr wollt alle etwas Gutes, auch wenn das verschieden ist. Urteilt nicht. Seht das Tun, nicht nur die Tat.
  • Seid stolz! Schaut in den Spiegel. Seid euch der beste Freund: Wertschätzt, was gelungen ist, und sprecht offen an, was noch gelingen soll.
  • Seid gerecht! Anerkennt die Leistung, die ihr selber nicht erbringt. So ist es ein Geben und Nehmen in gegenseitigem Respekt.
  • Überbrückt Gräben! Redet miteinander: Eure Münder sind nicht nur dazu da, die Produkte aus Stall und Feld zu essen, sondern auch, um Fragen zu stellen und Anerkennung zu zollen.

Sie waren etwa gleichzeitig fertig mit Lesen. Der junge Mann schaute Harm Petersen kurz an. Es fühlte sich eigenartig vertraut und fremd an in der Nähe von diesem jungen Mann, obwohl Petersen ihn nicht kannte.

Dann zog der Mann anerkennend eine Augenbraue hoch und sagte mit leicht fremdländischem Akzent: „Nicht schlecht. Aber es fehlt noch etwas: Wenn ihr Lebensmittel wollt, die mit Liebe hergestellt werden, dann müsst ihr die Menschen lieben, die diese herstellen“.

Harm Petersen stand sprachlos da. Er starrte den Mann an und dann auf das Plakat, er wusste nicht wie lange. Der Mann jedenfalls war plötzlich weg. Einfach verschwunden. Harm hat ihn nicht gehen sehen. Es war fast wie in einem Traum. Aber das Plakat hing an seiner Stalltür.

Nachdenklich ging er rein. Es würde ein besonderes Weihnachten werden.

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