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Garten

Wertvolle Beeren

von , am
22.10.2013

Ein naturnaher Garten war schon immer der Traum von Brigitte Cramer. Und inmitten ihrer kleinen Wildnis wachsen viele Holunderbüsche, doch die Artländerin erntet auch Blüten und Beeren im gesamten Hasetal.

Vorsichtig erntet die Holunderfee die Beeren im Herbst. Sie dürfen aber nie roh gegessen werden. © Lüders
"Der Glaube an die Heilkraft dieses Strauches wurzelt in meinem Elternhaus," erinnert sich Brigitte Cramer. Schon früh entwickelte die Hauswirtschafterin und Mutter von vier Kindern eine eigene Passion für die Hollerbüsche. Der Holunder begleitet und beschäftigt die Gartenliebhaberin über das ganze Jahr.

Die ersten Erntezüge

Die ersten Frühlingsspaziergänge sind schon Erntezüge. "Viele wissen gar nicht, dass man auch aus Schößlingen im März/April, aus Blüten und Rinde heilsame Tees und Säfte herstellen kann. Anfang Juni ist die schönste Zeit für die Blütenernte, weil sich die ätherischen Öle erst bei Wärme entfalten", weiß Cramer aus Erfahrung. Doch sie erntet ihre Büsche nicht komplett ab, weil sie von August bis November auch noch Beeren haben möchte.

Selbst die am Stamm der Büsche wachsenden Judasohren (Pilze) finden in Brigitte Cramers Küche Verwendung. Seit sie vor einigen Jahren zur Tourenbegleiterin im Hasetal avancierte, haben rund 1.000 Ausflügler bei ihr und einer Freundin das Holunderabitur abgelegt. Hier fordern ihre Gelees, Säfte, Tees und Holunderwaffeln die Gäste zum Sinnesgenuß auf. Zur Erinnerung erhält jeder ein Büchlein mit tollen Rezepten, Wirkungsweise und Pflanzensteckbrief des Holunders. Zwei Mal jährlich bietet sie beim Burgmannsfest oder beim Adventsmarkt des Stadtmuseums ihre Leckereien
an einem eigenen Stand an.

Rezept-Tipp

Für die LAND & Forst verrät sie ihr Holunderpunsch-Rezept:
 
Einen halben Liter Holunderbeersaft mit zwei Gewürznelken, der Schale einer unbehandelten Zitrone und einer Zimtstange kurz aufkochen lassen und filtern. Einen Viertelliter heißen Schwarztee dazugießen und nach Belieben mit Zucker oder Honig süßen.
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