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Garten

Wohlriechendes Veilchen

von , am
02.04.2013

Der unvergleichliche Duft des Wohlriechenden Veilchens (Viola odorata), auch März-Veilchen genannt, ist einzigartig. Schon seit der Antike wird die Pflanze aufgrund dieses Duftes hoch geschätzt.

Veilchen © Tubes
Alle anderen heimischen Veilchenarten bieten ihn nicht an. Aus seiner ursprünglich südeuropäischen Heimat kam das Wohlriechende Veilchen in unsere Gärten und verwilderte von dort in die freie Landschaft. Holen wir es doch zurück in den Garten!

Unmittelbar aus dem Boden sprießen rundliche bis nierenförmige Blätter an langen Stielen und bilden eine wintergrüne Blattrosette. Aus dieser entspringen im zeitigen Frühjahr die gespornten, dunkelvioletten, duftenden Blüten, die ebenfalls einzeln an langen Stielen sitzen. Das Veilchengewächs ist ein Lichtkeimer, das heißt, die Samen dürfen zum Keimen höchstens mit so viel Erde bedeckt sein, wie sie selber dick sind.

Der Veilchenduft aromatisiert früher wie heute Seifen, Parfüms, Blütenpotpourris wie auch Speisen und Getränke. In Mythologie, Kunst und Literatur wie auch im Brauchtum hat das Veilchen schon immer eine große Rolle gespielt. Je nach Kulturkreis symbolisiert es Demut, Unschuld und Bescheidenheit, aber auch Erotik oder Trauer. In alten Pflanzenbüchern wird empfohlen, die ersten drei Veilchenblüten, die man im Frühjahr findet, zu verzehren. Für den Rest des Jahres soll man dadurch vor Krankheit geschützt sein.

Im Garten: unter Laubgehölzen
Lebensform: Rosettenpflanze
Lebensdauer: ausdauernd
Standort: halbschattig, nährstoffreich
Blütezeit: März bis April
Fruchtreife: Mai bis August
Vermehrung: Samen, unter- und oberirdische Ausläufer, Lichtkeimer
Verwendung: Blüten und Blätter sind zum Verzehr
geeignet, für Duftpotpourris
Besondere Eigenschaft: Duftpflanze
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