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Hof- und Dorfleben

Zugvögel am Wattenmeer bestaunen

von , am
08.10.2014

Rauschende Wellen, bunte Muscheln und laute Vogelrufe: Die 6. Zugvogeltage im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer laden ein, ein einzigartiges Schauspiel mit zu erleben.

Auch der Pilsumer Leuchtturm ist eine Beobachtungsstation. © Gregor Scheiffarth / NLPV

Rund 35 Arten und Populationen sind auf das Wattenmeer als Raststation am ostatlantischen Zugweg angewiesen. Schließlich bringen sie auf ihrem Weg von ihren Winterquartieren bis zu den Brutgebieten und zurück jeweils bis zu 5.000 km hinter sich.

Vom Dollart bis zur Elbe, von Borkum bis Wangerooge - überall an der niedersächsischen Küste können Besucher vom 11. bis zum 19. Oktober faszinierende Vogelbeobachtungen machen und besondere Aktionen erleben. Mehr als 150 Veranstaltungen hat die Verwaltung des Nationalparks Wattenmeer auf die Beine gestellt. "Wir haben für jeden etwas dabei", erklärt Petra Potel von der Nationalparkverwaltung stolz. Es gibt Veranstaltungen, die sich eher an Erwachsene richten, andere sind speziell auf Kinder zugeschnitten und viele laden generationenübergreifend zum Mitmachen und Erleben ein.

Die Palette reicht von Exkursionen und Seminaren über Vorträge und Ausstellungen bis hin zu Theaterstücken, Konzerten und Mahlzeiten. "Wir reichen Gerichte aus den Ländern, in denen die Vögel überwintern, also Köstlichkeiten aus Afrika, dem Wattenmeer und dem Polarkreis", klärt Petra Potel auf. Zu den Höhepunkten der Veranstaltungen zählt sie unter anderem die Beobachtungsstationen, die während der Zugvogeltage von Fachleuten betreut werden. Diese befinden sich beispielsweise am Vareler Hafen, dem Pilsumer Leuchtturm und an der Kugelbake Cuxhaven. Junior Ranger zeigen Besuchern am Bordumer Busch (Wilhelmshaven), dass Vogelbeobachtung "kinderleicht" ist.
 
Den Schwerpunkt der Veranstaltung bilden jedoch die Exkursionen, ob zu Fuß, mit dem Schiff oder mit dem Bus. Sogar von einem Zug aus kann man die Vögel unter fachkundiger Anleitung beobachten. Bei einer Wattwanderung kann man erfahren, was die Vögel dort fressen und wie sie an ihre Nahrung gelangen. Allerdings ist die Teilnehmerzahl bei den Exkursionen begrenzt, damit die Besucher intensiv betreut werden können. "Etwas Besonderes haben wir uns für unsere jüngsten Besucher ausgedacht", sagt Petra Potel. Die Nationalparkverwaltung ruft bis 14 Jahre dazu auf, auf einem Bild in DIN A3 quer darzustellen, wie es bei den Zugvögeln zu Hause aussieht. Beim Zugvogelfest am 19. Oktober im Haus des Gastes in Horumersiel, das traditionell den Schlusspunkt unter die Zugvogeltage setzt, sollen alle Bilder ausgestellt werden. Die Bilder müssen bis zum 14.10. in einem der Nationalparkhäuser abgegeben oder direkt an die Nationalparkverwaltung geschickt werden: Nationalparkverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer, Virchowstraße 1, 26382 Wilhelmshaven. Unter allen Teilnehmern werden zehn hochwertige Minox-Ferngläser verlost.

Seit 2009 faszinieren die Zugvogeltage alljährlich tausende Besucher für Vögel des Wattenmeeres. "Das ist unser oberstes Ziel: Wir wollen auf die internationale Bedeutung des Wattenmeeres hinweisen", erklärt Petra Potel. Katja Schukies

Informationen zum gesamten Programm der Zugvogeltage gibt es im Internet unter: www.zugvogeltage.de  
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