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Social Media

Wie Sie als Landwirt in den sozialen Medien aktiv werden

Landwirte mit Smartphone
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Birgit Greuner, LAND & Forst
am
25.06.2019

Sie wollen Öffentlichkeitsarbeit für den eigenen Hof betreiben? Wir zeigen, wie Landwirte die sozialen Medien dazu nutzen können.

Die sozialen Medien bieten Landwirten vielfältige Möglichkeiten. Wann Sie dort aktiv sein und auf Facebook, Twitter oder Co einen eigenen Account anmelden sollten:

  • Sie sind begeisterter Landwirt und wollen zu einer positiven öffentlichen Diskussion über Landwirtschaft beitragen.
  • Sie haben eine Direktvermarktung, ein Hofcafé oder ein Ferienangebot und wollen Kunden werben.
  • Sie wollen Erfahrungen mit ihren Berufskollegen austauschen und sich stärker mit ihnen vernetzen.

Facebook und Youtube wichtigste Kanäle

Laut bitcom, dem Digitalverband Deutschlands, nutzt bereits fast jeder vierte Landwirt die sozialen Medien aktiv fuer berufliche Zwecke. Die wichtigsten Kanäle sind dabei Facebook und Youtube. Schauen auch Sie sich im Bereich Social Media um und werden Experte im Posten.

Was brauchen Landwirte, um soziale Medien zu nutzen?

Folgende „Ausrüstung“ brauchen Sie, um in den sozialen Medien aktiv zu sein:

  • Ein Smartphone, also ein internetfähiges Handy, um Fotos und Videos zu machen, die sie dann posten, also veröffentlichen können.
  • Eine App für jedes soziale Medium, das Sie einsetzen. Das ist ein Programm auf dem Smartphone, um Beiträge zu posten.
  • Nicht unbedingt erforderlich, aber dringend anzuraten, ist ein eigener Internetauftritt. Dort können Sie Ihren Betrieb vorstellen und eigene Standpunkte erklären. Auf diese können Sie sich dann bei Diskussionen in den sozialen Netzwerken auch immer wieder berufen.

Wie sollten sich Landwirte auf die Arbeit mit sozialen Medien vorbereiten?

Bevor Sie regelmäßig auf Facebook, Twitter oder Co posten, sollten Sie sich eine eigene Strategie erarbeiten. Was zu tun ist:

  • Überlegen Sie, welches Medium besonders gut zu Ihnen passt. Wollen Sie beispielsweise mit Ihren Fans diskutieren, wie das bei Facebook üblich ist. Oder wollen Sie, wie bei Instagram, mit ausgewählten Fotos oder Videos insbesondere eine jüngere Zielgruppe begeistern?
  • Stellen Sie sich einen Jahresplan auf, in dem sie auflisten, wann welche Aktivitäten auf Ihrem Hof anstehen, über die Sie Ihre Fans informieren möchten.
  • Schauen Sie sich Beiträge von Berufskollegen auf unterschiedlichen Kanälen an. Die Schweinehalter Nadine und Heinrich Henke aus Bruchhausen-Vilsen beispielsweise sind in den sozialen Medien unter dem Namen „Brokser Sauen“ bekannt – mit ihren Nachrichten aus dem Stall. Sie lassen kein Thema aus, vom Füttern über ihren Umgang mit Antibiotika bis hin zum Tod von Schweinen. Denn der gehört schließlich zum Produktionsalltag dazu.

Was müssen Landwirte beim Posten auf Social-Media-Kanälen beachten?

Starten Sie regelmäßig und mit Plan:

  • Posten Sie erstmal nur Text und Fotos.
  • Wenn Sie bisher nicht gefilmt haben, probieren Sie das für Sie neue Medium zunächst aus, ohne die Clips zu veröffentlichen.
  • Beobachten Sie nach dem Posten für eine halbe oder eine Stunde die Reaktionen der User, um zu sehen, wie Ihr Beitrag ankommt. Wenn ein Beitrag bei einem Kollegen gut läuft, muss das nicht bei Ihnen genauso sein.
  • Je besser Sie künftig vernetzt sind, weil Ihnen immer mehr Fans oder Abonnenten folgen, desto häufiger wird Ihr Beitrag anderen Nutzern angezeigt. Denn nicht jeder Beitrag erscheint bei allen Usern.
  • Wichtig ist es, regelmäßig Beiträge online zu stellen, also einmal pro Tag oder einmal pro Woche. Je häufiger Sie etwas posten, um so mehr Likes, also positive Reaktionen, können Sie erwarten.

Wo finden Landwirte Tipps für ihre Arbeit in den Sozialen Medien?

Gut ist es, sich bei der jüngeren Generation im eigenen Umfeld einiges abzugucken oder sich erklären zu lassen.

In dem Buch "Social Media für Landwirte – Facebook, Snapchat und Co,“ von Jutta Zeisset und Thomas Fabry (144 S. Verlag Eugen Ulmer, ISBN 978-3-8186-0383-0) gibt es viele praktische Tipps. Die Autoren, selbst Landwirte, zeigen, wie der Einstieg in die Nutzung sozialer Medien gelingen kann. Beide bieten zudem regelmäßige Infos in den sozialen Medien, z. B. in der Facebook-Gruppe ‚Social Media für Landwirte‘.

Ein Interview zum Thema „Soziale Medien und Landwirte“ lesen Sie hier.

Tipps für Direktvermarkter, die bei den sozialen Medien einsteigen wollen, lesen Sie hier.

Mit Material von Lutz Staacke, Head of Social Media beim dlv Deutscher Landwirtschaftsverlag

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