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Agrarpolitik

Legehennenhaltung: Nächste Wende ausgerufen

von , am
28.05.2015

Der Verein foodwatch fordert jetzt eine "grundlegende Tierhaltungswende". Für ihn wird kein Huhn artgerecht gehalten. Das überrascht nicht. Dafür aber die Reaktion, die aus Hannover kam.

Keine Haltungsform von heute garantiert artgerechte Haltung, meint der Verein foodwatch und erhält prompt Zustimmung aus dem niedersächsischen Agrarministerium. © Renate Bergmann
Keine Haltungsform für Legehennen - auch nicht im Freiland oder auf dem Biohof - entspricht den Vorstellungen des Verbraucherschutzvereins foodwatch von tiergerechter Haltung. Auf einer Pressekonferenz in Berlin stellten Vertreter der Organisation einen Report über die Hühnerhaltung in Deutschland mit dem Titel "Ich wollt‘, ich wär‘ kein Huhn" vor. Die wesentliche Aussage des Reports: Hohe Krankheits- und Sterberaten, Verhaltensstörungen wie Federpicken oder Kannibalismus und das millionenfache Töten männlicher Küken seien in allen Haltungsformen an der Tagesordnung. Foodwatch leitet aus dieser Behauptung eine "grundlegende Tierhaltungswende", nicht nur in der Hühnerhaltung, ab. Die Europäische Union müsse verbindliche Zielvorgaben für die Tiergesundheit festlegen und "die bestmögliche Haltungsform als Standard für alle Nutztiere" vorschreiben.

Applaus vom Minister

Niedersachsens Landwirtschaftsminister Christian Meyer begrüßte diese Forderung. Bessere Haltungssysteme und Kontrollen zu schaffen, entspreche "dem überwiegenden Wunsch der Verbraucher", erklärte der Grünen-Politiker. Er unterstütze auch die Forderungen von foodwatch "nach einer besseren Kennzeichnung von Lebensmitteln tierischer Herkunft sowie nach gesetzlichen Maßnahmen zur Beendigung von Tierqual" und den Appell der Organisation, "eine grundlegende Tierhaltungswende zusammen mit Landwirten und Verbrauchern einzuleiten". Das Abschneiden von Schnäbeln und Ringelschwänzen müsse beendet werden.
 
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