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Agrarpolitik

Ökologische Vorrangflächen: Saatbeet bis 1. April anlegen

von , am
10.04.2015

Als "vollen Erfolg" bewerteten Niedersachsens Landwirtschafts- und Umweltminister die Agrarumweltmaßnahmen in der neuen EU-Förderperiode. Die Praktiker sehen das anders.

Das nasse Frühjahr verhinderte vielerorts, dass die Saat für Blühstreifen vor dem 1. April in den Boden kam. Teilnehmenden Landwirten drohen deshalb drastische Kürzungen. © Holsten
Das liegt an unsinnnigen Vorgaben, die aus den Grünen-Ministerien genau am 1. April veröffentlicht wurden. Das sei trotz den Datums aber leider kein Aprilscherz, sagte Heinz Korte, Vizepräsident des Landvolks Niedersachsen auf die Pressemitteilung. "Da wird bewusst Vertrauen zerstört", kritisiert Korte das Vorgehen der Minister. Probleme bereitet die Vorgabe, das Saatbett für Ökologische Vorrangflächen bis zum 1. April anzulegen. "Normalerweise warten wir wegen Feuchtigkeit und Frost bis zum Mai", erklärte Korte. In seinem Heimatkreis Rotenburg/Wümme haben Jägerschaft und Landwirte bisher 120 ha Blühstreifen angelegt. Diese Leistung ist spitze in Niedersachsen. Nun scheint sich das Blatt gegen die Landwirte zu wenden: Bauern, die diesen Termin nicht einhielten, drohe eine drastische Kürzung ihres Anspruchs auf eine Basisförderung, teilte das Landvolk mit.
 
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