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Düngung

Abgeber von Wirtschaftsdünger aufgepasst!

von , am
04.02.2013

Oldenburg - Der 31. Januar war der erste Stichtag für Meldungen von Wirtschaftsdünger-Abgaben. Wer diese bisher nicht an die LWK Niedersachsen verschickt hat, sollte das nachholen.

Die Abgabe von Wirtschaftsdünger sowie von Stoffen, die als Ausgangsstoff oder Bestandteil Wirtschaftsdünger enthalten, ist in Niedersachsen seit dem 1. Juli 2012 vom Abgeber elektronisch zu melden. Betriebe, die als Abgeber von Wirtschaftsdüngern verpflichtet sind, müssen auch Aufnahmen melden, wenn sie Wirtschaftsdünger oder sonstige Stoffe i.S.d. Meldeverordnung aufnehmen. Betriebe, die ausschließlich als Aufnehmer fungieren, sind nicht meldepflichtig.
 
So fordert es die Niedersächsische Landesverbringungsverordnung, ergänzend zur entsprechenden Bundesverordnung. Die Meldungen sind über ein Meldeprogramm der Landwirtschaftskammer vorzunehmen. Den Zugang gibt es auf der Internetseite www.lwk-niedersachsen.de unter dem Punkt "Meldeprogramm Wirtschaftsdünger Niedersachsen".
 
Die gelieferten Mengen müssen für das zweite Halbjahr eines Kalenderjahres spätestens bis zum 31. Januar des Folgejahres an die Datenbank gemeldet werden. Für das erste Halbjahr eines Kalenderjahres ist der Stichtag der 31. Juli. Es können auch mehrfache Meldungen getätigt werden, z. B. nach einer erfolgten Lieferung oder zusammengefasst, mehrere gleichartige Lieferungen über maximal einen Monat gemäß § 3 der Bundesverbringensverordnung.
 
Regelmäßig melden!
 
Die Empfehlung der Landwirtschaftskammer lautet, eine Meldung immer dann zu tätigen, wenn eine Aufzeichnung nach § 3 der Bundesverbringensverordnung erstellt werden muss (spätestens einen Monat nach der Verbringung). So ist gewährleistet, dass stets beide Vorgänge in einem Arbeitsgang erledigt werden.
 
Bei jeder Abgabe und Übernahme von Wirtschaftsdünger sind, unabhängig von der Art der Verwendung, folgende Angaben erforderlich:
  • Name, Anschrift, Registrier- oder Betriebsnummer und Betriebsart des Abgebers,
  • Datum der Abgabe oder der Übernahme
  • Art des Wirtschaftsdüngers
  • Menge des Transports in Tonnen Frischmasse
  • Name und Anschrift des Beförderers
  • Name, Anschrift, Registrier- oder Betriebsnummer und Betriebsart des Empfängers
Die Angaben entsprechen im Wesentlichen den erforderlichen Angaben einer Aufzeichnung nach § 3 der Bundesverbringensverordnung. Eine Meldung kann nur mit allen geforderten Angaben abgeschlossen werden.
 
 
Auch Gärreste sind Wirtschaftsdünger
 
 
Unter den Begriff "Wirtschaftsdünger" fallen gemäß § 2 Nr. 2 Düngegesetz u.a. Gülle, Festmist, Geflügelmist oder -kot, aber auch Gärreste aus Biogasanlagen. Dies betrifft auch reine NaWaRo-Anlagen, in denen ohne Zusatz von Wirtschaftsdüngern tierischer Herkunft nur pflanzliche Substrate vergoren werden. Zudem unterliegen Gärreste, die Wirtschaftsdünger nur als Ausgangsstoff oder Bestandteil enthalten, der Meldepflicht. Eine Ausnahme stellen Gärreste von Biogasanlagen dar, die ausschließlich mit Abfallstoffen betrieben werden. Diese unterliegen den Vorschriften der Bioabfallverordnung und sind nicht meldepflichtig.
 
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