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Apfelernte in Niedersachsen kurz vor dem Start

Rote Äpfel
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Birgit Greuner, LAND & Forst
am
19.08.2019

Niedersachsens Obstbauern erwarten eine durchschnittliche Ernte und hoffen auf gute Vermarktungsmöglichkeiten.

Die diesjährigen Äpfel seien von der Sonne verwöhnt und durch Beregnung der Anbauflächen gefördert, betont Ulrich Buchterkirch von der Fachgruppe Obstbau des Landvolks Niedersachsen zuversichtlich. Der Experte erwartet er eine normale Ernte mit Äpfeln in guter Qualität.

Die Unwetter mit Hagelschlag Mitte Juni haben auch bei den Äpfeln Schäden verursacht. Dieses Obst wird nur noch als Saft zu verwerten sein. Doch die Schäden sind laut Buchterkirch räumlich sehr begrenzt und werden kaum ins Gewicht fallen.

In der ersten Septemberwoche wird die Ernte mit der Sorte „Gravensteiner“ beginnen. Am 7. September startet Umweltminister Olaf Lies mit dem Pflücken des symbolisch „ersten“ Apfels auf dem Herzapfelhof Lühs in Jork die Erntesaison.

Endspurt ist bei den alten Beständen angesagt, die jetzt noch auf dem Markt sind. So wird es einen direkten Anschluss in die neue Saison geben, meint Matthias Görgens vom Obstbauzentrum in Jork, der Esteburg.

Die Sorte „Delbarestivale“ wird nach Görgens Einschätzung schon ab nächster Woche geerntet, dann folgen die weiteren frühen Sorten wie „Holsteiner Cox“ oder „Elstar“. Für das Anbaugebiet Niederelbe mit dem Alten Land als Zentrum erwartet Görgens eine Durchschnittsernte von 270.000 Tonnen (t).

Dass es keine überraschend große Erntemenge wird, liegt an den Nachtfrösten zur Blütezeit. Diese haben gerade in Polen, Europas größter Apfelanbauregion, zu verstärkten Ausfällen geführt. Die europäische Apfelernte wird daher um zwei Mio. t Äpfel niedriger geschätzt als die üblichen gut zwölf Mio. t.

Die Obstbauern an der Niederelbe sind optimistisch, dass sich das geringere Apfelangebot positiv auf die Vermarktung auswirken wird. „Die vergangene Saison mit dem großen Angebot an Äpfeln war sehr schwierig für uns. Bei Erlösen von 0,32 Euro/kg und Produktionskosten von 0,35 Euro/kg war das kein rentables Wirtschaftsjahr für die Obstbauern“, erklärt Buchterkirch.

Auch die Trockenheit konnte nur durch Beregnung aufgefangen werden. Mehr gelitten haben die Plantagen Richtung Nordsee. Dort fehlen Beregnungsmöglichkeiten. Auch die extrem heißen Tage machten einigen Apfelsorten zu schaffen, sie reagierten mit Sonnenbrand.

Mit Material von Landvolk Pressedienst
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