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Biodiversität: Tipps für Ihre Fruchtfolge

Neue Fruchtfolgen
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Werner Raupert, LAND & Forst
am
25.01.2019

Weite Fruchtfolgen mit breitem Fruchtartenspektrum schaffen wichtige Biodiversität auf dem Acker. Hier Tipps für Ihre Planungen.

Der einseitige Anbau von nur wenigen Fruchtarten wie z. B. Winterweizen und Mais hat dazu beigetragen, dass der moderne Ackerbau häufig nicht mehr im Einklang mit der Natur steht. Aktuell wird von Kritikern auch der Rückgang von Insekten damit begründet.

Gleichzeitig haben enge Fruchtfolgen mit der Dominanz von Witterungen in Kombination mit pflugloser Bodenbearbeitung die Ausbreitung von resistenten Schadgräsern stark begünstigt.

Wegfall von Glyphosat in Kürze

Hilfe durch die Zulassung neuer chemischer Wirkstoffe – wie früher üblich – ist jedoch zurzeit nicht mehr zu erwarten. Das Gegenteil ist der Fall, denn die Anzahl zugelassener Wirkstoffe nimmt weiter ab.

Zudem droht in Kürze der Wegfall von Glyphosat – einem eigentlich unentbehrlichen Wirkstoff in pfluglosen Anbausystemen.

Was Sie beachten sollten

Landwirte müssen sich deshalb wieder auf pflanzenbauliche Grundwerte besinnen. Mehr Fruchtarten in möglichst weiten Fruchtfolgen kann ein Weg sein, um die Biodiversität zu steigern.

Folgende Punkte sollten Sie dazu beachten:

  • Der Einbau von Sommerungen kann die Situation entspannen. Ihr Anteil sollte etwa 25 % betragen.
  • Hafer steht zurzeit hoch im Kurs. Neue Sorten könnten für neuen Schwung sorgen.
  • Großes Potenzial wird auch der Braugerste zugetraut.
  • Unter den Körnerleguminosen ruht die Hoffnung auf Sojabohnen. Voraussetzung ist Wasser im Sommer.
  • Auch der Anbau von Körnermais verspricht eine hohe Wirtschaftlichkeit.

Mehr zum Thema lesen Sie in der LAND & Forst 4/19.

 

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