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Sommergetreide

Braugerste in Niedersachsen: 2018 steigt Anbaufläche weiter

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Birgit Greuner, LAND & Forst
am
26.02.2018

Die Landkreise Celle, Gifhorn und Peine sind die niedersächsischen Hochburgen des Braugerstenanbaus. Wie es mit dem diesjährigen Anbau in unserem Land aussieht.

Die Landkreise Celle, Gifhorn und Peine sind die niedersächsischen Hochburgen des Braugerstenanbaus. Je nach Witterung starten Niedersachsens Landwirte etwa in zwei Wochen mit der Aussaat von Sommergerste. Die 2017 ohnehin bereits ausgeweitete Anbaufläche von 29.100 Hektar wird nach Schätzungen vom Landvolk Niedersachsen 2018 noch größer ausfallen.Viele Ackerbauern hatten eigentlich Wintergetreide in ihrer Fruchtfolge eingeplant. Diese konnten sie wegen der Nässe aber im Herbst nicht aussäen. Nun sind sie auf der Suche nach Alternativen.

Guter Preis für Braugerste

Für die Braugerste spricht der derzeit gute Preis von bis zu 200 Euro je Tonne, den die Mälzereien für hochwertige Braugerste zahlen. Für Futtergerste erhalten die Landwirte 50 Euro/t weniger.

Braugerste ist allerdings auch deutlich anspruchsvoller im Anbau und die Qualitätskriterien der Mälzereien sind streng: 

  • Der Eiweißgehalt muss zwischen 9,5 und 11,5 Prozent liegen.
  • Liegt er höher, schäumt das Bier später zu stark.
  • Bei der Malzherstellung wird die Gerste angefeuchtet und zum Keimen gebracht: Ein hoher Anteil praller, keimfähiger Körner (Vollgerstenanteil) ist daher ein weiteres wichtiges Qualitätskriterium.

Die Landwirte in den starken Braugersteregionen können ihre Flächen nahezu komplett beregnen und Ertrag und Qualität optimal steuern. Damit haben sie einen bedeutenden Vorteil gegenüber anderen Regionen.

Braugerste-Qualitätskonzept mit wenigen, optimierten Sorten

Niedersächsische Braugerstenanbauer verfolgen ein Qualitätskonzept mit einer Auswahl weniger, optimierter Sorten. Auf der Suche nach Ertrags- und Qualitätsoptimierung stehen immer wieder neue Sorten auf dem Prüfstand. Die müssen allerdings den kritischen Ansprüchen der Landwirte und Mälzer standhalten.

Braugerstenernte 2017 geringer als in Vorjahren

Im vergangenen Jahr wurden in den niedersächsischen Braugerste-Anbaugebieten gute Qualitäten geerntet. Die Ernte ist aber mit 70 Dezitonnen je Hektar deutlich geringer ausgefallen ist als in den Vorjahren. Frühsommertrockenheit und hohe Sommerniederschläge haben in anderen Teilen Deutschlands allerdings für noch höhere Qualitäts- und Ertragseinbußen gesorgt.

Trotz der konstanten Flächenausweitung kann Deutschland seinen Bedarf an Braugerste nicht selber decken. Mit den jährlich rund 250.000 Hektar Anbaufläche und 1,12 Mio. Tonnen Erntemenge können die Mälzereien gerade 70 Prozent ihres Bedarfs decken. Importiert wird Braugerste vorwiegend aus Frankreich und Dänemark.

Mit Material von Landvolk Pressedienst
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