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Düngung

Düngung: Gewässerabstände strikt einhalten

von , am
21.01.2015

Direkte Einträge von Dünger in Gewässer oder nachträgliches Abschwemmen sind zu vermeiden. Oft werden Gewässerabstände nicht eingehalten. Das Greening bietet neue Chancen.

Auf Schnee ist es deutlich zu sehen: Hier gelangen definitiv Nährstoffe ins Gewässer. © Djuren

Die EG-Nitratrichtlinie dient zum Schutz der Gewässer vor Verunreinigungen durch Nitrat aus landwirtschaftlichen Quellen. Der im Jahr 2012 für die Bundesrepublik Deutschland erstellte Nitratbericht zeigt auf, dass die Qualitätsziele der EG-Nitratrichtlinie zur Verringerung der Nitrateinträge in die Gewässer nicht in ausreichendem Maße erreicht wurden. Daraus ergibt sich weiterer Handlungsbedarf zur Reduzierung der landwirtschaftlichen Nährstoffeinträge in die Gewässer.
 
Direkte Einträge von Düngemitteln in Gewässer oder nachträgliches Abschwemmen sind unbedingt zu vermeiden. Auch wenn es auf den ersten Blick nicht so aussieht, muss auch der Abstand zu kleinen Gewässern eingehalten werden. Ein funktionierender Nährstoffrückhalt insbesondere in den kleineren Gewässern 3. Ordnung bestimmt maßgeblich die Gewässergüte in den größeren Fließgewässern und Flüssen. In Niedersachsen bilden die Gewässer 3. Ordnung mit über 130.000 km Länge etwa 80 % des niedersächsischen Gewässernetzes.

Einträge nehmen zu

Bei Breitverteilung von organischen Düngern und Einsatz von Mineraldüngerstreuern ohne Grenzstreueinrichtung beträgt der Abstand zur Böschungsoberkante 3 m. Dann ist gewährleistet, dass auch bei Windböen keine Düngemittel in den Böschungsbereich gelangen. Werden Techniken eingesetzt, die eine platzierte Aufbringung des Düngers gewährleisten (Schleppschlauch, -schuh oder Schlitzverfahren, Grenzstreueinrichtungen an Mineraldüngerstreuern, Flüssigdüngerausbringung mittels Feldspritzen), kann der Abstand auf 1 m verringert werden. Die Prüfdienste der Landwirtschaftskammer (LWK) Niedersachsen stellen leider in den vergangenen Jahren eine Zunahme der Düngemitteleinträge fest. Die Verursacher müssen mit Bußgeldern rechnen, zudem erfolgt über das Cross Compliance-System eine Kürzung der Betriebsprämie. Die LWK weist alle Landwirte und Lohnunternehmer darauf hin, auf die Einhaltung der Abstände zu achten. Im Zuge der Novellierung der Düngeverordnung ist bereits mit einer Verschärfung der heute geltenden Vorschriften zu rechnen.

Mehr dazu lesen Sie in der LAND & Forst Ausgabe  04/2015 auf Seite 26.

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