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Dürre beeinträchtigt Herbstaussaat in Niedersachsen

Trecker mit Sämaschine sät Triticale in bearbeiteten Acker
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Birgit Greuner, LAND & Forst
am
02.09.2019

Die anhaltende Dürre wirkt sich auch auf die Herbstaussaat aus. Das ergab eine Umfrage unter Niedersachsens Landwirten.

Nicht nur die Ernte ist in diesem Jahr erneut von der Trockenheit geprägt. Nach Umfragen unter Landwirten gibt es auch Probleme mit der Herbstaussaat von Winterraps und Zwischenfrüchten. Das teilt jetzt der Landvolk Pressedienst mit.

Schon die Bodenbearbeitung ist für die Landwirte problematisch, weil die Böden staubtrocken sind. „Der Pflug kann den Ackerboden nicht ausreichend wenden und mischen, sondern produziert nur Pulver oder – auf tonigen Böden – dicke Kluten“, beschreibt Landvolkvizepräsident Ulrich Löhr.

Den Saatkörnern können die Ackerbauern kaum ein geeignetes Saatbett bereiten. Der Boden lässt sich nicht in der gewünschten Form für die Ablage des Saatkorns verdichten, für die Keimung fehlt das notwendige Wasser.

Rapsanbau mit spätsaatverträglichen Sorten

Im Rapsanbau empfehlen Experten daher jetzt spätsaatverträgliche Sorten, die auch in der ersten Septemberdekade noch ausgesät werden können. Hoffnung setzen die Landwirte auf neuere Sorten, die sich in den bisherigen Versuchen als recht überzeugend präsentiert haben. Allerdings stehen sie derzeit noch nicht alle für den Anbau in der Praxis zur Verfügung.

Der Rapsanbau war bereits im vergangenen Jahr aufgrund der Trockenheit deutlich reduziert worden. An den Märkten dagegen lässt die Ölfrucht zurzeit durchaus Hoffnung aufkommen.

Auch für den Zwischenfruchtanbau wünschen sich die Landwirte dringend weitere Niederschläge. Ölrettich, Schwarzer Senf, Phacelia und andere Grünpflanzen werden jetzt ausgesät, um den Acker über Winter grün zu halten. „Damit bieten wir wildlebenden Tieren über Winter Futter und Deckung und führen dem Boden organische Substanz zu“, erläutert Löhr.

Regen als Initialzündung nötig

Grasmischungen, mit denen Milchviehhalter Lücken im Futtervorrat auffüllen, werden nach der Ernte der Hauptfrucht, zumeist Getreide, ausgesät. Günstige Witterung vorausgesetzt könnten sie bereits im Herbst eine erste Nutzung erlauben. Dazu aber muss Regen erst eine Initialzündung für das Wachstum setzen.

Die EU hat die Möglichkeit erlaubt, auf ökologischen Vorrangflächen erneut Futter zu nutzen.

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