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Getreide

Nach der Ernte ist vor der Ernte

von , am
29.07.2015

Obwohl die Getreideernte noch längst nicht beendet ist, muss die Aufmerksamkeit bereits auf die Neuaussaat gerichtet werden. Welche Rolle der Beizung des Saatgutes gegen samen- und bodenbürtige Erreger jetzt zukommt, lesen Sie in der LAND & Forst 31.

Inhomogene Anbeizungen vermindern den Schutz der Einzelpflanzen. © Lohmann

Die Beizung setzt gezielt dort an, wo sich die Krankheit zum Zeitpunkt der Bekämpfung befindet. Aus diesem Grund wird die Beizung im Vergleich zur Flächenbehandlung dem integrierten Pflanzenschutz in besonderer Weise gerecht. Sie bietet eine kostengünstige Möglichkeit, den Pflanzenbestand bereits mit der Aussaat vor Pilzkrankheiten zu schützen. 


Die Beizung richtet sich zunächst gegen samenbürtige Krankheiten, die nur durch eine Saatgutbehandlung bekämpft werden können. Zu diesen gehören an Weizen und Gerste der Steinbrand/Hartbrand sowie der Flugbrand, die Streifenkrankheit der Gerste und der Stängelbrand beim Roggen. Weitere samen- aber auch bodenbürtige Pilzkrankheiten wie Schneeschimmel, Typhula-Fäule oder Befall durch Fusarium spp. und Septoria nodorum können durch Infektionen der jungen Blätter und Wurzeln den Pflanzenaufgang und die weitere Entwicklung negativ beeinflussen.

Beizung Winterweizen

Beim Winterweizen sollte grundsätzlich eine wirksame Beizung gegen den Steinbrand erfolgen. Die dunklen Brandbutten in den Ähren befallener Pflanzen sind erst spät zu erkennen. Häufig ist eine Diagnose von außen ohne Anschnitt der Körner gar nicht möglich. Die Pflanzen fallen nur durch einen verkürzten Halm und struppig abstehende Spelzen auf. Eine Grundverseuchung des Saatgutes bleibt deshalb oft unerkannt und kann im Nachbau zu erheblichen Vermarktungsproblemen führen.

Mehr zum Thema lesen Sie in der LAND & Forst Ausgabe 31/2015 auf Seite 16. Möchten Sie die LAND & Forst für einen Monat gratis zum Probelesen bestellen? Dann klicken Sie hier…

 


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