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Zuckerrübenanbau

Frust wegen Nordzucker: Rübenanbauer gehen bei freier Menge leer aus

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Werner Raupert, LAND & Forst
am
21.07.2017

Über 1.000 niedersächsischen Rübenanbauern der Nordzucker wurden keine freien Mengen zugeteilt - aufgrund einer erheblichen Überzeichnung.

Bei der Verteilung der freien Menge für den Zuckerrübenanbau 2018/19 haben mehr als 1.000 niedersächsische Rübenanbauer der Nordzucker keine Zusage erhalten. Sie stehen jetzt mit dem Rücken zur Wand, denn durch die Nichtberücksichtigung bricht in vielen Betrieben eine tragende Säule ein.

Besonders betroffen sind unter anderem Bauern aus der Wedemark und aus dem Raum Seesen. Sie liegen zwar nur rund 35 km von einem Nordzuckerwerk entfernt, sind aber bei der Verteilung der freien Menge aufgrund einer erheblichen Überzeichnung leer ausgegangen.

Rübenanbauer fühlen sich durch Nordzucker massiv benachteiligt

Das wollen sie nicht kommentarlos hinnehmen und kämpfen für ein Umdenken beim Unternehmen. Sie sprechen von reiner Willkür und fühlen sich massiv benachteiligt. Das ist verständlich, denn sie dürfen in 2018 nur noch so viel Rüben anbauen, wie sie mit ihren knappen Lieferansprüchen abgedeckt sind.

Für andere Anbauer mit Nordstemmen oder Klein Wanzleben als nächst gelegenem Werk hatte es im Vorfeld eine Vorabzusage von Nordzucker für freie Menge bis 80 km Entfernung und Deckelung bei 1 Mio. t gegeben. Hier sind alle Interessenten zum Zug gekommen.

Von Nordzucker zu Pfeifer & Langen

Die Betroffenen stellen sich jetzt die Frage, warum die Nordzucker nicht, wie angegeben, die Verteilung nach wirtschaftlichen Aspekten vorgenommen hat. Der Frust über die Entscheidung sitzt tief bei diesen Bauern.

Manche hoffen noch auf ein Einlenken des Unternehmens. Andere haben schon bei anderen Unternehmen wie Pfeifer & Langen angefragt, ob noch Interesse an zusätzlicher Rübenanbaufläche für 2018 besteht.

Lesen Sie dazu unseren Hintergrundbericht in der kommenden Ausgabe 30 der LAND & Forst.

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