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Getreide

Das Für und Wider von Saatguteinheiten

von , am
14.10.2015

In den letzten Jahren wird auch im Getreidebereich immer mehr von den bekannten 50 kg-Saatgutsäcken abgewichen und auf Einheiten umgestellt. Das hat Vor-, aber auch Nachteile.

Bisher wird konventionelles Getreidesaatgut in 50 kg-Säcken aufbereitet. Der Trend geht aber jetzt eindeutig zu Einheiten mit völlig unterschiedlichen Sackgewichten. © Raupert

Befördert wurde diese Entwicklung seinerzeit zum einen durch den züchterischen Fortschritt, in dem bei diesen Fruchtarten nahezu ausschließlich Hybridmaterial zum Einsatz kommt. Zum anderen wurde bei diesen Fruchtarten mit Bestandesdichten von 80.000 bis 100.000 Pflanzen pro Hektar, durch entsprechende landtechnische Entwicklungen, die Einzelkornsaat zum Standardverfahren und damit der Einsatz von Einheiten auch ausgesprochen zweckmäßig und sinnvoll.

Einheiten nehmen zu

Mit zunehmender Entwicklung und Verbreitung von leistungsfähigen Rapshybriden wurde auch hier der Vermarktung von Saatgut in Einheiten der Vorzug gegeben. Hier kommen Aussaatmengen und Bestandesdichten in etwa von 35 bis 55 keimfähige Körner/m² zum Zuge mit teilweise stark schwankenden Tausendkorngewichten (TKG bzw. korrekt TKM = Tausendkornmasse). Hieraus resultieren Einheitsgrößen bei Rapshybriden von 1,5 Mio. kf. Körnern und 2 Mio. kf. Körnern bei Liniensorten.

Beginnend mit Hybridroggen und fortgesetzt mit Hybridgerstensorten, wird auch Saatgut dieser Fruchtarten in Einheiten vermarktet. Mittlerweile weitet sich dies auch auf Liniensorten bei Wintergerste und Wintertriticale in bestimmten Züchterhäusern aus. Hier bewegen sich die Hybridsorten von Winterroggen je nach Aussaatzeitpunkt im Regelfall zwischen 150 und 280 kf. Kö./m². Bei Hybridgerstensorten werden je nach Aussaatzeitpunkt 150 bis 250 kf. Kö./m² empfohlen, während bei Liniensorten 220 bis 350 kf. Kö./m² angeraten werden. Pflanzenbaulich bewegt man sich bei diesen Fruchtarten hinsichtlich der Bestandesdichten in ganz anderen Dimensionen als bei Raps, Mais oder Rüben.
 
 
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