Login
Getreide

Futtergetreide: Gute Qualität eingefahren

von , am
11.02.2015

Die Analyse von Futtergetreide durch die LUFA Nord-West zeigt: Erst eine gezielte Untersuchung ermöglicht die Zusammenstellung einer für die Tiere leistungsgerechten Futterration.

Insgesamt ist in diesem Jahr durchschnittlich eine gute Getreidequalität eingefahren worden. © Mühlhausen/landpixel

Wer Futtergetreide einsetzt , sollte dessen Inhaltsstoffe genau kennen: Nur so kann gezielt gefüttert und das hofeigene Mischfuttermittel für Ferkel, Sauen oder Mastschweine optimiert werden. Eine Fehleinschätzung bei den Inhaltsstoffen kann zu Minderleistungen bei den gefütterten Tieren oder zu teurem Luxuskonsum bei den zugekauften Ergänzungsfuttermitteln führen.
 
Die Ergebnisse der LUFA Nord-West zeigen, dass  Rationsgestaltung auf Grundlage von Durchschnitts- oder Tabellenwerte nicht optimal sind. Erst eine gezielte Untersuchung des Getreides liefert die Informationen für die Zusammenstellung einer für die Tiere leistungsgerechten Futterration.

Sortenwahl entscheidet über Proteingehalt

Bei einem Rationsanteil des Getreides von über 70 % in einer Futtermischung für Schweine kann der Proteingehalt der eigenen Ernte erhebliche Auswirkungen auf die notwendige Zukaufmenge von Proteinergänzern haben. Beispielsweise hat sich der Rohproteingehalt der aktuellen Getreideernte eines Betriebes aufgrund von Sortenwahl und Düngung von 9,5 % Protein im Vorjahr auf 12,5 % Protein erhöht. Aufgrund der Analyse der Getreideernte kann nun in der Rationsgestaltung auf den höheren Proteingehalt eingegangen und der Sojaschrotanteil von 18 % auf ca. 13 bis 15 % reduziert werden, ohne dass sich der Proteingehalt der Endmischung nennenswert ändert.
 
Aufgrund der Preisdifferenzen zwischen Getreide und Sojaschrot kann allein dadurch in der Mastration bis zu 3 Euro pro Tier und Mastdurchgang gespart werden. Falls aufgrund fehlender Optimierungsgrundlage ein Durchgang mit zu geringem Rohproteinanteil in der Ration gefüttert wird, können sich Einbußen durch einen niedrigeren Magerfleischanteil der Schlachtkörper ergeben, die ebenfalls schnell mehr als 1,- € pro Tier ausmachen.

Mehr zu den Ergebnissen der Getreideanalyse lesen Sie in der LAND & Forst Ausgabe 7/2015 auf den Seiten 34 und 35.
 
 
Lesen Sie auch:
Auch interessant