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Grünlandzentrum-Projekt "Biotopverbund Grasland" ausgezeichnet

In einem Grünland blühen zahlreiche ein- und mehrjährige Pflanzen
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Birgit Greuner, LAND & Forst
am
20.08.2019

Um einen Biotopverbund in Grasland geht es bei einem jetzt ausgezeichneten Forschungsprojekt vom Gründlandzentrum Niedersachsen.

Biologische Vielfalt erzeugen durch das Vernetzen von Biotopen im Grasland: Das ist das Ziel des Forschungsprojektes „Biotopverbund Grasland“. Es wird koordiniert vom Grünlandzentrum Niedersachsen/Bremen.

Die Arbeit wurde jetzt ausgezeichnet - als offizielles Projekt der UN-Dekade „Biologische Vielfalt“. Die Besonderheit des Projektes ist der kooperative Ansatz. Experten der LWK Niedersachsen, der Universität Oldenburg sowie des NABU Oldenburger Land arbeiten dabei zusammen mit Akteuren aus Landwirtschaft, Naturschutz und Wissenschaft.

Das Team entwickelt modellhafte Lösungen für einen Grasland-Biotopverbund in den Kreisen Ammerland, Wesermarsch und Oldenburg. 

"Biotopverbund Grasland" als vorbildliches Projekt

Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies überreicht die Auszeichnung für das Projekt des Grünlandzentrums.

Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies würdigte die Auszeichnung anlässlich des Fachforums „Biodiversität" in Wildeshausen im Kreis Oldenburg. Damit zähle der „Biotopverbund Grasland“ zu den vorbildlichen Projekten, die sich in besonderer Weise für die Erhaltung der biologischen Vielfalt in Deutschland einsetzen.

Lies überreichte an den Projektleiter Mathias Paech vom Grünlandzentrum Urkunde, Auszeichnungsschild und einen sogenannten „Vielfalt-Baum“, der symbolisch für die Naturvielfalt steht.

Biologische Vielfalt nimmt weltweit ab

Die biologische Vielfalt nimmt weltweit und auch in Deutschland stark ab. Um dem zunehmenden Artenverlust auf Wiesen, Weiden und Wegsäumen entgegenzuwirken, wurde das Forschungsprojekt Biotopverbund Grasland im Oktober 2017 gestartet. Es läuft bis Januar 2021. Fachlich und finanziell gefördert wird es von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) mit 250.000 Euro.

Artenreiche Wiesen und Weiden sind der Lebensraum zahlreicher Tier- und Pflanzenarten. Im Projektgebiet werden sie durch die Arbeitsgruppe "Vegetationskunde und Naturschutz" der Universität Oldenburg untersucht und miteinander vernetzt. Derartige Vernetzungselemente sind beispielsweise Obstwiesen, Deiche oder schmale Wiesenblühstreifen an Wegrändern, Gräben oder Waldrändern. So können sich Insekten und Pflanzen ausbreiten.

Gemäß dem Bundesnaturschutzgesetz ist es Ziel, ein Biotopverbundsystem auf mindestens zehn Prozent der Landesflächen zu entwickeln. Die Ergebnisse und Erfahrungen aus den Pilotgebieten sollen dabei helfen, weitere Grasland-Biotopverbundsysteme erfolgreich zu planen und umzusetzen.

Mehr zu dem Projekt lesen Sie in einer der nächsten LAND & Forst-Ausgaben.

Mit Material von LWK Niedersachsen
LAND&Forst

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