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Herbstdüngung

Herbstdüngung: Stickstoff fast ein Tabu

Stoppelfeld mit Traktor
Weert Sweers, Jelko Djuren, LWK Niedersachsen
am
20.07.2018

Die Düngung nach der Hauptfruchternte ist durch die Düngeverordnung stark reglementiert. Nachfolgend Tipps der LWK Niedersachsen, was jetzt zu beachten ist.

Die Stickstoff-Düngung nach Getreide wurde mit der Düngeverordnung neu geregelt. Die Vorgaben beziehen sich auf die organischen Dünger (z.B. Gülle, Gärreste Geflügelmiste u.a.) und auf alle stickstoffhaltigen Mineraldünger. Lediglich Kompost und Festmist von Huf- und Klauentieren (Rindermist, Pferdemist…) sind ausgenommen.

Stickstoffdüngung am Stickstoffdüngebedarf ausrichten

Grundsätzlich gilt bei der Herbstdüngung der zentrale Grundsatz, dass die Stickstoffdüngung am Stickstoffdüngebedarf auszurichten ist:

  • Der Landwirt muss vor der Düngung den Stickstoff-Düngebedarf der Kultur ermitteln und aufzeichnen.
  • Nur wenn ein aktueller N-Düngebedarf besteht, darf bis in Höhe dieses Bedarfes gedüngt werden.

Sperrfrist für stickstoffhaltige Dünger

Die Düngebedarfsermittlung hat sich in Niedersachsen an den Vorgaben der Landwirtschaftskammer zu orientieren:

  • Die Sperrfrist für stickstoffhaltige Dünger beginnt auf Ackerland mit der Ernte der letzten Hauptfrucht.
  • Sie endet am 31. Januar.

Stickstoffdünger: Voraussetzung und Termine

Ausschließlich nach Getreidevorfrucht dürfen Stickstoffdünger bis zum 1. Oktober zu

  • Zwischenfrüchten
  • Winterraps
  • Feldfutter
  • und Wintergerste ausgebracht werden.

Voraussetzung ist, dass eine Aussaat der Zwischenfrüchte, des Winterrapses und des Feldfutters bis zum 15. September und die Gerstenaussaat bis zum 1. Oktober vollzogen sind.

Weitere Hinweise zur Herbstdüngung finden Sie in der LAND & Forst-Ausgabe 27/2018 und unter www.lwk-niedersachsen.de.

Mit Material von Weert Sweers, Jelko Djuren, LWK Niedersachsen

Düngerstreuer-Workshop: Die wichtigsten Tipps

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