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Kartoffelernte auch in Niedersachsen historisch gering

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Birgit Greuner, LAND & Forst
am
14.11.2018

Historisch niedrig ist die Kartoffelernte in diesem Jahr auch in Niedersachsen ausgefallen. Hier die Ergebnisse.

In Niedersachsen wurde knapp die Hälfte der deutschen Ernte eingefahren. Das waren nach Daten des Landesamtes für Statistik etwas über vier Millionen Tonnen, rund ein Viertel weniger als im Vorjahr. Marktbeobachter bezeichneten den Ertrag als „historisch niedrig“. 2017 lag der Gesamtertrag bei fast 5,5 Millionen Tonnen.

Beregnung rettet Kartoffelerträge

ausgetrockneter Kartoffelbestand 2018

Grund für die geringeren Erträge sind die witterungsbedingten Einbußen durch den trockenen und heißen Sommer. Mit hohem Aufwand für die Beregnung haben auch Niedersachsens Landwirte im Nordosten des Landes ihre Kartoffelerträge einigermaßen über den Sommer gerettet.

Sorgen bereitet ihnen allerdings die Lagerfähigkeit der Knollen, da sie zur Erntezeit sehr warm waren. Nur nach vorhergehender Kühlung ließen sich die Kartoffeln einlagern.

Eine höhere Nachfrage nach Kartoffeln kommt in erster Linie von der Kartoffel verarbeitenden Industrie, der Frischverzehr der privaten Haushalte dagegen hat in den vergangenen Jahren kontinuierlich abgenommen.

Deutschlandweit auch deutlich weniger Kartoffeln geerntet

Deutschlandweit gab es 2018 nur 8,7 Millionen Tonnen der Knolle auf einer Fläche von 250.000 Hektar. Im Vorjahr war die Erntemenge deutschlandweit um drei Millionen Tonnen größer ausgefallen.

Auch EU-weit fiel die Kartoffelerntemenge mit knapp 54 Millionen Tonnen erheblich kleiner aus als im Vorjahr. 2017 bezifferten Marktbeobachter die Erzeugung auf 64,6 Millionen Tonnen. Die EU-Anbaufläche lag mit 1,76 Millionen Hektar nur um 40.000 Hektar unter dem Vorjahreswert.

Der Kartoffelanbau der EU konzentriert sich auf Nordwesteuropa, er ist hier kosten- und produktionstechnisch günstig. Allerdings gibt es dort aktuell durch die Dürre verursachte Einbußen. So fällt die Ernte nicht nur in Deutschland, sondern auch Großbritannien, den Niederlanden oder Belgien kräftig hinter die Vorjahresergebnisse zurück.

Das belegen die noch vorläufigen Daten aus den Ländern bzw. Angaben von Eurostat. Danach ist nur Frankreich glimpflich davongekommen, und zwar vor allen Dingen dort, wo Beregnung die Erträge absichern konnte.

Mit Material von Landvolk Pressedienst
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