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Pflanzenschutz

Keine Notfallzulassung der Neonikotinoide

Ruebendrillen
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Redaktion LAND & Forst, LAND & Forst
am
22.05.2019

Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner lehnt eine Notfallzulassung der Neonikotinoide zur Zuckerrübenbeizung weiterhin ab.

Ihre weiterhin ablehnende Haltung für eine Notfallzulassung der Neonikotinoide zur Zuckerrübenbeizung hat Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner bekräftigt. Das gelte auch, wenn die Notfallzulassung in anderen EU-Mitgliedstaaten praktiziert werde, betonte die CDU-Politikerin anlässlich des Internationalen Weltbienentages, den die Vereinten Nationen (UN) in diesem Jahr zum zweiten Mal ausgerufen haben.

Auf europäischer Ebene hatte die Ressortchefin im vergangenen Jahr für ein Verbot der drei Wirkstoffe Clothianidin, Imidacloprid und Thiamethoxam im Freiland gestimmt. Medienberichten zufolge hat Polens Landwirtschaftsminister Jan Krzysztof Ardanowski dagegen kürzlich für zwei Rapsbeizen mit neonikotinoiden Wirkstoffen eine Notfallgenehmigung erteilt.

 

Keine Wiedergenehmigung für Thiacloprid

Gegen die Wiedergenehmigung des Pflanzenschutzmittelwirkstoffs Thiacloprid will sich Klöckner auf europäischer Ebene einsetzen. Das hat sie anlässlich der Erörterung in der Sektion Pflanzenschutzmittelrechtsetzung im Ständigen Ausschuss für Pflanzen, Tiere, Lebens- und Futtermittel (SCoPAFF) deutlich gemacht.

Die Ministerin verwies zur Begründung auf neueste wissenschaftliche und technische Erkenntnisse, denen zufolge der Wirkstoff Thiacloprid als gesundheitlich bedenklich und schädlich für den Naturhaushalt, unter anderem auch für Bestäuber, gelte. Risikobewertungen der zuständigen Behörden verdeutlichten das. „Meine Haltung war hier immer klar: Solche Wirkstoffe müssen vom Markt“, stellte Klöckner klar. Sie werde sich deshalb „mit Nachdruck“ auf europäischer Ebene dafür einzusetzen, dass dieses Neonikotinoid schnellstmöglich verboten werde.

Mit Material von AgE
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