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LWK Niedersachsen

Landessortenversuche Wintergerste: Auf gut geprüfte Sorten setzen

Wintergerste-Getreide_Ernte
Carsten Rieckmann, LWK Niedersachsen
am
20.07.2018

Die Wintergerste wird in Niedersachsen auf 130.000 Hektar angebaut. Die aktuellen LSV-Ergebnisse der Landwirtschaftskammer lesen Sie in der LAND & Forst 29/18.

Die diesjährigen LSV-Ergebnisse zur Wintergerste zeigen, dass

  • die mehrjährige Bewertung der Sorten der sicherste Hinweisgeber zur Sortenbeurteilung ist.
  • konstante Leistungen über die Jahre und, wenn möglich, auch in den unterschiedlichen Anbauregionen  wichtiger sind als Einzelergebnisse mit Spitzenerträgen von Einzelstandorten.

Zur Sortenbeurteilung sollten neben den Ertragsleistungen auch die Sorten-Eigenschaften (Tabelle unter www.landundforst.de) berücksichtigt werden.         

Niedersachsen: Wintergerste auf gut 130.000 Hektar

Die Wintergerste hat sich in Niedersachsen um gut 10.000 ha auf etwa 130.000 ha Anbaufläche reduziert. Die Gründe sind klar:

  • Die Starkregenereignisse während der Getreideernte 2017 haben viele Flächen nachhaltig durchfeuchtet und zahlreiche Flächen trockneten auch bis zur Bestellung des Wintergetreides im Herbst nicht entsprechend ab.
  • Vor allem die schwereren Böden mit nicht optimaler Wasserführung verhinderten oftmals eine normale Getreidebestellung. Davon waren auch zahlreiche für die Wintergerstenaussaat vorgesehene Flächen betroffen. Vor allem in den Marschregionen musste die Wintergerstenaussaat teilweise unterbleiben.

Sechs neu zugelassene Sorten

In den diesjährigen Landessortenversuchen (LSV) wurden neben etablierten Sorten auch sechs neu zugelassene Sorten geprüft. Einzelne der mehrjährig geprüften Sorten wurden nicht in allen sechs Regionen (Marsch, Lehmstandorte Nordwest, Sandböden Nordwest, Sandböden Nordhannover, Lehmböden Südhannover, Höhenlagen Mitte/West) geprüft. Dies geschah nur dort, wo sie sich auf Grund der Vorjahresergebnisse behaupten konnten.

Für die einzelnen Anbauregionen fließen die Ergebnisse mehrerer Einzelorte ein, die in einzelnen Anbauregionen durch die Einbeziehung der angrenzenden Standorte aus Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein ergänzt werden.

Mehrjähriger Durchschnittsertrag

Der mehrjährige Durchschnittsertrag wird mit Angabe der Anzahl berücksichtigter Versuchsergebnisse ausgewiesen. Dieser Durchschnittsertrag wird aus den vorliegenden Versuchsergebnissen der Jahre 2014 bis 2018 berechnet. Darin sind, wenn vorhanden, auch Ergebnisse aus sogenannten Vorversuchen (wie Wert- und EU-Prüfungen) enthalten. Durch diese zusätzlichen Ergebnisse können auch die im LSV ein- und zweijährig geprüften Sorten bereits verlässlicher beurteilt werden.

Die ausführlichen Ergebnisse des LSV Wintergerste lesen Sie in der LAND & Forst 29/18 ab Seite 17. Über die Tabellen in der Printausgabe hinaus finden Sie nachfolgend eine Tabelle mit den Sorteneigenschaften zum Download.

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