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Energiegras

Miscanthus: Dauerbrenner vom eigenen Acker

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Edith Kahnt-Ralle, LAND & Forst
am
18.10.2017

Für Christian Melcher aus Stemwede im Landkreis Minden-Lübbecke (NRW) war es eher Zufall. 2003 gab es zum Anbau von Miscanthus eine Informationsveranstaltung der Universität Bonn und der Außenstelle der Landwirtschaftskammer vor Ort. Dort wurde das Interesse des Landwirts an dem Chinaschilf geweckt.

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Christian Melcher verfolgte zusammen mit zwei weiteren Betriebsleitern die Möglichkeit, auch auf den eigenen Äckern das Dauerkultur-Gras Miscanthus anzubauen.

Als sich dann im Dorf eine Initiative „Lebens- und Arbeitsdorf“ gründete und die Miscanthusernte für Bauzwecke abnehmen wollte, legten die Landwirte los: 20 ha Miscanthus wurden angepflanzt.

Miscanthus ersetzt Erdgas

Das erste Jahr war nicht einfach, aber sie gaben nicht auf, und das, obwohl aus der Abnahme der Ernte durch die Dorf-Initiative später nichts wurde.

Alternativ entschied sich Melcher, durch Verheizen seiner Miscanthusernte die hohen Energiekosten im eigenen Betrieb zu senken. Jährlich kann er mit seinem Miscanthus 30.000 m³ Erdgas ersetzen.

Miscanthus auch als Beschäftigungsmatial für Schweine

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Es gibt noch weitere Verwertungsmöglichkeiten:

  • als Beschäftigungsmaterial im eigenen Schweinestall: „Als die Tierwohlinitiative ins Leben gerufen wurde, haben wir unser Miscanthus als Beschäftigungsmaterial anerkennen lassen", so Melcher.
  • als Einstreu: Verpackt als Ballen findet das Häcksel Absatz bei Pferdehaltern. Grund: Die Pferde fressen diese Einstreu nicht und es ist ein hygienisch gutes Produkt, auf dem Schimmelpilze keinen guten Nährboden finden.

Wie das funktioniert und was die Landwirte an dem Dauerbrenner Miscanthus überzeugt hat, lesen Sie in der LAND & Forst, Ausgabe 42 ab Seite 40.

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