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Kartoffeln

Nematoden fordern vollen Einsatz

von , am
01.07.2015

Die Kartoffelzystennematoden gehören zu den gefährlichsten Schädlingen der Kartoffel. In Niedersachsen gibt es jetzt einen neuen Virulenztyp. Was Kartoffelanbauer beachten sollten, lesen Sie in der LAND & Forst 27.

In intensiven Kartoffelanbauregionen sollten die Landwirte Wert auf ein umfassendes Nematodenmanagement legen. Nur so lässt sich der Befall redzuzieren. © Raupert
Auf Flächen, die mit Kartoffelzystennematoden befallen sind, geht mit zunehmender Nematodendichte der Ertrag so stark zurück, dass im Laufe der Zeit kein wirtschaftlicher Kartoffelanbau mehr möglich ist. Schon vorher treten Qualitätsprobleme auf und die Anfälligkeit für andere Schaderreger nimmt zu. Es ist kein Pflanzkartoffelanbau auf Befallsflächen erlaubt, dies betrifft auch die hofeigene Vermehrung oder die Vermehrung von Erhaltungssorten. Ebenfalls ist ein Export von Kartoffeln nicht mehr möglich. Wirksame Nematizide stehen nicht zur Verfügung. Konsumkartoffeln dürfen nur angebaut werden, wenn resistente Sorten gegen die vorkommenden Arten- und Pathotypen vorhanden sind.
 
Die Ergebnisse aus der amtlichen Erhebung für die Jahre 2011 bis 2014 weisen mit 28 % einen hohen Anteil von Befallsflächen aus (siehe auch LAND & Forst, Ausgabe 15, Seite 18 bis 21). Betroffen sind alle Kartoffelanbaugebiete in Niedersachsen und damit auch viele Betriebe. Besonders beachtenswert ist auch die beobachtete Artenverschiebung vom Gelben (Globodera rostochiensis) zum Weißen Kartoffelnematoden (Globodera pallida). Ein noch schwerwiegenderes Problem ist der Nachweis eines neuen Virulenztyps von Globodera pallida im Emsland.

Mehr zum Thema lesen Sie in der LAND & Forst Ausgabe 27/2015 auf Seite 17. Möchten Sie die LAND & Forst für einen Monat gratis zum Probelesen bestellen? Dann klicken Sie hier…

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