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Ernte 2019

Getreideernte in Niedersachen höchstens durchschnittlich

Ernte-Getreide-Maehdrescher
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Birgit Greuner, LAND & Forst
am
12.08.2019

Im Norden und Süden Niedersachsens laufen die Mähdrescher noch. Insgesamt werden durchschnittliche Erträge erwartet.

Nach der ersten Hitzewelle Ende Juni starteten Niedersachsens Landwirte sehr zeitig in die Getreideernte. Jetzt laufen im Norden und Süden noch die letzten Drescher. Landesweit wird die Ernte aber nicht früher abgeschlossen als in anderen Jahren.

Insbesondere in den klassischen Späterntegebieten in den südlichen Mittelgebirgslagen des Landes sowie an der Küste sind noch einige Felder abzuernten.

Getreideernte: Durchschnittliche Erträge erwartet

Das Landvolk erwartet durchschnittliche Getreideerträge. Diese Einschätzung des Verbandes belegen inzwischen auch Prognosen des Landesamtes für Statistik. Es geht für Niedersachsen von einer Getreideernte in Höhe von etwa sechs Mio. Tonnen (t) aus.

Dieser Wert liegt zwar deutlich über dem witterungsbedingt historisch niedrigen Ernteergebnis des Vorjahres mit nur 4,7 Mio. t Getreide. Aber das Ertragsniveau reicht auch nicht an den Durchschnitt der Jahre 2012 bis 2017 heran. Es liegt etwa um sechs Prozent darunter.

Nur kostendeckende Preise für Getreide

Das höhere Ergebnis des aktuellen Jahres resultiert auch aus der wieder größeren Anbaufläche für Winterweizen. Diese Kultur musste 2018 aufgrund schwieriger Aussaatbedingungen häufig durch den ertragsschwächeren Sommerweizen ersetzt werden.

An den Märkten wirkt sich die geringere Erntemenge zumindest bisher noch nicht aus. Die Landwirte erhalten aktuell allenfalls Preise, die gerade ihre Kosten decken. Das Preisniveau liegt inflationsbereinigt nach den Daten des Landesamtes für Statistik auf dem Niveau des Jahres 1993, ist also nicht teurer als vor 26 Jahren.

Ausgleichzahlungen müssen Einkommen sichern

1993 hat die EU ihre erste große Agrarreform, die sogenannte McSharry-Reform, auf den Weg gebracht und einen grundlegenden Systemwechsel vollzogen. Die Preisstützung wurde aufgegeben, die Erzeugerpreise auch der hiesigen Landwirte orientieren sich nun am Weltmarkt.

Da Bauern hierzulande aber mit deutlich höheren Kosten kalkulieren müssen, gibt es die Ausgleichszahlungen in Form der Direktbeihilfen. Sie werden in diesem Jahr erneut die Einkommen der Landwirte absichern müssen.

Die  Verbraucher hingegen können sich weiter über die EU-weit günstigsten Lebensmittelpreise freuen. Selbst die starken Ertragseinbrüche des Vorjahres haben nahezu keinen Einfluss auf die Verbraucherpreise gezeigt.

Mit Material von Landvolk Pressedienst
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