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Kartoffelanbau

Niedersachsen: Frühkartoffelerzeuger zufrieden mit Ernte

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Birgit Greuner, LAND & Forst
am
15.08.2016

Die niedersächsischen Frühkartoffelerzeuger sind zufrieden mit der diesjährigen Ernte.

Die Frühkartoffelernte 2016 endete in Niedersachsen am 10. August, die Landwirte sind nach Angaben der niedersächsischen Frühkartoffelerzeuger zufrieden. Bereits Ende Februar wurden die Saatkartoffeln ohne Unterbrechung ausgepflanzt. In den großen Anbaugebieten in Süddeutschland, in Baden-Württemberg und der Pfalz, musste die Auspflanzung wegen Regenfällen immer wieder unterbrochen werden.

Niedersachsens Frühkartoffeln starteten mit kleinem Vorsprung

Dies wirkte sich natürlich auch auf den Erntetermin aus und die Frühkartoffeln aus Niedersachsen hatten am Markt einen kleinen Vorsprung. Die Witterung im Frühjahr war in Süddeutschland jedoch deutlich vorteilhafter. Das kalte, trockene Frühjahr mit stetigem Wind machte diesen Vorsprung in Niedersachsen fast zunichte. Die Kartoffelernte in Deutschland fiel 2015 mit 10,37 Millionen Tonnen nicht überragend aber zufriedenstellend aus.

 

Grenzen der Vermarktung in anderen Bundesländern

Die niedersächsischen Frühkartoffelerzeuger haben sich im Raum Hannover/Burgdorf zu einer Erzeugergemeinschaft (EZG) zusammengeschlossen, um für ihre Produkte den bestmöglichen Preis zu erzielen. Mit der gebündelten Menge kann die EZG als Marktpartner auf Augenhöhe für die Landwirte mit den Abnehmern wie dem Lebensmitteleinzelhandel verhandeln.

In diesem Jahr ist für die niedersächsischen Frühkartoffelerzeuger jedoch ein Problem aufgetreten, das sie trotz guter Qualität und zufriedenstellender Preise aus einigen Märkten anderer Bundesländer heraushält: Einige Supermärkte und auch Discounter setzen verstärkt auf regionale Ware. Sobald diese aber im eigenen Bundesland verfügbar ist, werden Frühkartoffeln aus Niedersachsen nicht mehr nachgefragt. Falls überregionale Produkte doch in Frage kommen, konkurriert die niedersächsische Frühkartoffel mit denen aus Israel, Ägypten oder Spanien.

Frühkartoffeln immer weniger gefragt

Hinzu kommt, dass immer weniger frische Kartoffeln gegessen werden. Verarbeitete Produkte wie Pommes Frites oder Kartoffelbrei aus der Tüte sind leichter zuzubereiten. Für die Herstellung dieser Produkte ist der Anbau von Frühkartoffeln allerdings zu teuer.

Die Erzeugergemeinschaft empfiehlt den Landwirten deshalb auch, sich nach Alternativen bei der Vermarktung umzusehen oder den Anbau von Frühkartoffeln langfristig zu überdenken.

Die Anbaufläche und Sortenwahl müsse ohnehin unbedingt mit der Erzeugergemeinschaft abgestimmt werden. Jeder Hektar, der darüber hinaus angebaut werde, erhöhe die Gefahr einer Preiskatastrophe im Frühkartoffelbereich, befürchtet Geschäftsführer Joachim Hasberg.

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