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Sonderkulturen

Niedersachsen ist Spitzenreiter beim Gemüseanbau in Norddeutschland

Kohlanbau
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Redaktion LAND&Forst, LAND & Forst
am
03.01.2019

Der Gemüseanbau in Niedersachsen ist in den letzten Jahren stetig gestiegen, denn durch die unterschiedlichen Bodentypen und –arten und die verschiedenen Klimabereiche ist Niedersachsen ein exzellenter Standort.

Niedersachsen hat mit etwa 20.000 Hektar die größte Gemüseanbaufläche in Norddeutschland (Stand 2017). Im bundesweiten Vergleich steht Niedersachsen mit seiner Anbaufläche auf Platz zwei, hinter Nordrhein-Westfalen mit fast 27.000 Hektar und vor der Pfalz mit etwa 19.500 Hektar, so Erich Klug, Gemüseanbauberater der LWK Niedersachsen.

Mit der Zeit gehen

Der Strukturwandel macht sich auch im Gemüseanbau deutlich bemerkbar. Die Anzahl der Betriebe, die Gemüse anbauen, sank bis zum Jahr 2017 kontinuierlich. Jedoch vergrößerte sich die Anbaufläche pro Betrieb auf durchschnittlich etwa 22,9 Hektar.

Die wichtigsten Kulturen

Der Gemüseanbau ist charakterisiert durch eine enorme Vielfalt an Kulturen und Produkten. Die 10 stärksten Kulturen machen fast 80 Prozent der Gemüseanbaufläche in Niedersachsen aus. In absteigender Reihenfolge:

  • Spargel: Niedersachsen stellt rund 22 Prozent der deutschlandweiten Anbaufläche. Anbaugebiete sind vor allem Hannover, Lüneburg, Diepholz, Nienburg und die Weser-Ems Region.
  • Zwiebeln: Niedersachsen hat 2017 die größte Anbaufläche in Deutschland. Anbaugebiete sind Uelzen, Hannover und Braunschweig.
  • Möhren: Bundesweit hat Niedersachsen mit etwa 2000 Hektar die zweitgrößte Anbaufläche. Angebaut werden Möhren vor allem in Lüneburg und rund um Hannover.
  • Eissalat: Der Anbau hat inzwischen stark an Bedeutung verloren. Die Anbaufläche in Niedersachsen belief sich 2017 auf nur noch etwas mehr als 1000 Hektar. 
  • Kohl: Unter den Kohlgewächsen sind Brokkoli, Blumenkohl und Grünkohl die wichtigsten Arten in Niedersachsen

 

Infos zum 1. Branchentreff Sonderkulturen

Am Donnerstag den 10. Januar findet in Peine der erste Branchentreff Sonderkulturen statt. Die Agravis Pflanzenbau-Vertriebsberatung lädt dazu die Sonderkulturbetriebe unter dem Motto „Nah – fachlich – persönlich“ ein. In den Hallen der Newtec Vertriebsgesellschaft für Agrartechnik mbH in Peine präsentieren 50 Lieferanten und Anbieter auf 1.200 in zwei Hallen ihre Produkt- und Dienstleistungssortimente rund um den Sonderkulturanbau. Nähere Infos im Netz unter www.branchentreff-sonderkulturen.de

Die Agravis ist beim Branchentreff mit ihren Pflanzenbau-Vertriebsberatern und Folienverkäufern vor Ort. Mit sechs Vorträgen, zu jeweils zwei eineinhalbstündigen Blöcken zusammengefasst, bieten die Organisatoren zusätzlichen fachlichen Input in kompakter Form an:

Von 11 bis 12.30 Uhr:

Fred Eickhorst, Geschäftsführer Vereinigung der Spargel- und Beerenanbauer e.V. informiert über die „Die Herausforderungen des Spargelanbaues in den nächsten Jahren“, Arne Klages, Agravis Raiffeisen AG, zieht Lehren aus dem Extremjahr 2018 für den Speisekartoffelanbau und Lars Ording, RWG Niedersachsen Mitte ,spricht über Obst und Gemüse bei der RWG Niedersachsen Mitte.

Von 14 bis 15.30 Uhr:

Christian Ufen, Vorsitzender der Bundesfachgruppe Gemüse, referiert zum Thema: „Wie sieht die Zukunft des Gemüsebaues in Deutschland aus?“. Frank Uwihs, Pflanzenbau

Vertriebsberatung Agravis, zeigt aktuelle Entwicklungen im Bereich der Sonderkulturen auf und Wolfgang Wrede, RWG Osthannover, stellt die Sonderkultursparte vor.

Mit Material von Agravis
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