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Niedersachsen: Zuckerrübenerträge schwanken stark

Zuckerrueben-Rueben-Ruebenertrag-Zuckerruebenkampagne
Werner Raupert, LAND & Forst
am
24.10.2017

Seit Mitte September läuft die aktuelle Zuckerrübenkampagne. Die Erträge liegen nach den ergiebigen Niederschlägen in der Vegetationszeit auf sehr hohem Niveau.

Seit Mitte September läuft die aktuelle Zuckerrübenkampagne. Ab diesem Jahr müssen die Rübenanbauer umdenken. Statt fester Quoten und Mindestpreise müssen sie nun mit Marktpreisen zurechtkommen.

Wenn sie wie die Mehrheit Verträge mit variablen Preisen abgeschlossen, werden sie erst im Frühjahr 2018 mit der Schlussabrechnung erfahren, wieviel Rübengeld sie endgültig in der Tasche haben.

Niedersachsen: Rübenerträge auf hohem Niveau

Eines ist aber schon jetzt nach rund sieben Wochen Kampagne klar: Die Erträge liegen nach den ergiebigen Niederschlägen in der Vegetationszeit auf sehr hohem Niveau.

Im Mittel werden nach Ansicht der Geschäftsführer der Zuckerrübenanbauerverbände 80 bis 82 t/ha in der Mitte und im Süden Niedersachsens erwartet. Top Betriebe dürften dieses Jahr auch an der 100 t/ha-Grenze kratzen.

Rübenanbau im Norden und Nordosten Niedersachsens mit Dämpfer

Einen Dämpfer müssen die Anbauer im Norden und Nordosten hinnehmen. Hier haben kurz nach der Saat Starkregenfälle zu Verschlämmungen geführt, die das Wachstum der Rüben nachhaltig begrenzt haben.

Die Ertragserwartung liegt daher z.B. in der Region Uelzen auch im Mittel nur bei 74 t/ha, das sind 3 bis 4 % weniger als das langjährige Mittel. Viele Betriebe werden aufgrund der hohen Erträge auch jede Menge Überrüben produzieren. Bis zu 10 % der Vertragsmenge können vorgetragen werden.

Darüber hinaus gehende Mengen können und sollten, wenn möglich, anders z.B. über Biogasanlagen verwertet werden.

Zuckergehalt im Nordzuckerbereich 17,3 Prozent im Mittel

Allzu süß sind die Früchte in diesem Jahr nicht. Hier hat in diesem trüben Sommer einfach die Einstrahlung gefehlt. Auch wenn die Tages-Zuckerwerte zurzeit wieder um 18 % liegen, nordzuckerweit werden bisher insgesamt im Mittel nur 17,3 % Zucker erreicht.

Klar höher als in den Vorjahren liegen die Schmutzprozente. In den Tagen nach Sturm Xavier hat die Nordzucker sogar die Schmutzfrachtgrenze von 15 % aufgehoben, um genügend Rüben in die Werke zu bekommen.

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