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Zuckerrübenanbau

Nordzucker: Rübenanbauer erhalten neues Angebot

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von , am
02.08.2017

Vor knapp zwei Wochen hatte die Nordzucker gut 1.000 niedersächsischen Rübenanbauern freie Mengen wegen Überzeichnung versagt. Nun lenkt das Unternehmen ein.

Knapp zwei Wochen ist es her, dass mehr als 1.000 niedersächsische Rübenanbauer bei der Verteilung der freien Menge für den Zuckerrübenanbau 2018/19 durch die Nordzucker AG keine Zusage erhalten haben. Sie sahen sich mit dem Rücken zur Wand, denn durch die Nichtberücksichtigung wäre in vielen Betrieben eine tragende Säule eingebrochen.

    Pfeifer & Langen unterbreitet Angebot

    Jetzt kommt Bewegung in die Sache. Pfeifer & Langen (P & L) hatte in der vergangenen Woche auf einer Infotagung des Maschinenrings Ohretal Rübenanbauern aus der Region Gifhorn das Angebot unterbreitet, Zuckerrüben für einen Mindestpreis von 22 €/t anzubauen. Nun legt die Nordzucker nach.

    Nordzucker mit neuem Angebot

    Nach Angaben des Nordzucker- Agrarvorstands Dr. Lars Gorissen liefert die Nordzucker jetzt ebenfalls ein neues Angebot: Anbauer, die bei der freien Menge nicht zum Zug gekommen sind, erhalten einen Mindestpreis von 22 €/t. Das Nordzucker-Angebot soll auf jeden Fall preislich über dem Angebot von P & L liegen.

      Angebot von Pfeiffer & Langen fällt wegen Frachtkosten ab

      Für die Rübenanbauer ergeben sich nun zwei Möglichkeiten:

      1. Entweder können sie 2018 z. B. aus Fruchtfolgegründen oder Greening-Verpflichtungen zusätzlich zur Vertragsmenge Rüben auf Basis von quasi Weltmarktpreisen für die Nordzucker oder für P & L anbauen.
      2. Oder sie folgen der Empfehlung des Dachverbandes Norddeutscher Zuckerrübenanbauer (DNZ). Der hatte geraten, weder das Angebot von P & L zu akzeptieren, das durch die hohe Frachtkostenbeteiligung von 6 bis 7 €/t auf rund 22 bis 25 €/t abfällt, noch das leicht darüber liegende neue Preisangebot der Nordzucker.
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