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Biologischer Landbau

Nordzucker setzt auf Ökozuckerrüben

Oekorueben-Nordzucker-Niedersachsen
Ökorübenanbau in Niedersachsen © Werner Raupert
von , am
01.12.2017

Im nächsten Anbaujahr will Nordzucker mehr Ökobauern für die Hackfrucht gewinnen. Der bisherige Ökoaufschlag soll deutlich angehoben werden.

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Beim Anbau von Ökozuckerrüben war es wegen des feuchten Wetters in diesem Jahr für die Landwirte schwierig, das Beikraut im optimalen Stadium mechanisch zu bekämpfen. © Werner Raupert

Im nächsten Anbaujahr will Nordzucker mit attraktiven Angeboten mehr Ökobauern für die Hackfrucht gewinnen. Dafür soll der bisherige Ökoaufschlag von 55,00 €/t für Dreijahresverträge und 50 €/t für Einjahresverträge deutlich angehoben werden.

Unter dem Strich würden dann die aktuellen Rübenpreise von 97,97 €/t bzw. 92,22 €/t bei 17,5 % Zucker auf über 110 €/t bzw. knapp darunter ansteigen. Damit reagiert die Nordzucker auf die in diesem Jahr erheblich höheren Kosten für der Unkrautbeseitigung.      

Ökobauern kamen in Rübenäckern nicht gegen das Unkraut an

Viele Ökobauern, die im Frühjahr erstmals wieder für die Nordzucker Biozuckerrüben angebaut haben, kamen wegen der sehr kalten und feuchten Witterung nicht zeitgerecht auf den Acker, um das Beikraut im optimalen Stadium mechanisch zu bekämpfen.

In anderen Fällen fehlte einfach die „Manpower“, um die Schläge sauber zu halten. Vielerorts konnten die Unkrautwellen nicht mehr wie erforderlich kontrolliert werden. Einige Schläge wurden von den Praktikern quasi aufgegeben.

Im ersten Anbaujahr stark schwankende Rübenerträge

Im ersten Anbaujahr hat das Werk Schladen 7.600 t Bio-Rüben verarbeitet. Die Erträge haben jedoch sehr stark geschwankt. Von 20 bis 80 t/ha wurden geerntet. Der Schwerpunkt lag zwischen 20 bis 30 t/ha und 40 bis 55 t/ha. Der Zuckergehalt variierte zwischen 16,5 und 19 %. 

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