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Rapsanbau

Raps: Was Sie gegen den Rapsglanzkäfer tun können

Rapsblüte startet
Dr. Meike Brandes und Dr. Udo Heimbach JKI Braunschweig
am
01.03.2017

Die Resistenz beim Rapsglanzkäfer ist im Rapsanbau ein großes Problem. Was Sie bei Käferbefall tun können, lesen Sie in der LAND & Forst 10/17.

Ein hoher Befall mit Rapsglanzkäfern kann erhebliche Ertragsausfälle zur Folge haben. Früher wurde das Problem chemisch mit Insektiziden gelöst. Das klappt heute nicht mehr, denn die Käfer sind resistent.

Das Ausmaß der Schäden durch den Rapsglanzkäfer wird bestimmt von

  • von der Befallsstärke,
  • durch die Witterung und
  • die damit zusammenhängende Kompensationsfähigkeit des Rapses.

Die Kompensationsfähigkeit beeinflusst das Pflanzenwachstum und den Entwicklungszyklus der Rapsglanzkäfer.

Schäden durch Rapsglanzkäfer

Treten Rapsglanzkäfer in einem frühen Knospenstadium auf und zögert kühles Wetter den Blühbeginn hinaus, können starke Schäden durch Knospenfraß verursacht werden:

  • Die Käfer zerbeißen dann Kelch- und Blütenblätter der Knospen, um an den Pollen zu gelangen.
  • Dabei entstehen Verletzungen im Knospeninneren, sodass diese vertrocknen und abfallen können.

Warme Witterung hingegen begünstigt das frühzeitige Blühen und führt zu geringerem Schaden, da die Käfer dann offenliegenden Pollen fressen können.

Pflanzenschutzmaßnahmen gegen den Rapsglanzkäfer

Folgende Maßnahmen zur Bekämpfung bzw. Eindämmung eines Rapsglanzkäferbefalls sind möglich:

  • Gelbschalen zur Rüsslerkontrolle aufstellen.
  • Insektizide nur gezielt einsetzen (Übersicht siehe unten).
  • Nur nach Schwellenwerten spritzen.
  • Eigene Spritzstrategie entwickeln.

Eine Übersicht über aktuelle Insektizide im Raps finden Sie hier zum Herunterladen...

Mehr zum Thema lesen Sie in der LAND & Forst 9/17 auf den Seiten 32 bis 33. Möchten Sie die LAND & Forst zum Probelesen bestellen? Dann klicken Sie hier…

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