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Raps

Raps: Schnecken frühzeitig ausschalten

von , am
12.08.2015

Die diesjährige Aussaat von Raps steht kurz bevor. Ergiebige Niederschläge im Juli waren für die Entwicklung der Schnecken erst einmal günstig, das heißt: Mögliche Schneckengefahr für den Raps.

Die rötlich-braune Spanische Wegschnecke kann bis zu 12 cm groß werden. © Bernhard Werner
Kontrollen der Rapsschläge sind vor dem Einsatz der zwei verbliebenen Wirkstoffe im Hinblick auf das erhöhte Gefährdungspotenzial durch Schnecken unabdingbar. Grundsätzlich finden die  Schnecken in jungen Rapsbeständen günstige Bedingungen vor. Sie können ab dem Keimen bis zum Vier-Blattstadium des Rapses einen großen Schaden anrichten, eventuell sogar zum Totalausfall führen. Besonders feuchte und lockere Böden begünstigen die Eiproduktion der Schnecken. Daher sollten direkt nach der Ernte und zur kommenden Aussaat regelmäßige Flächenkontrollen und eine termingerechte Bekämpfung durchgeführt werden.

Randbereiche der Schläge besonders wichtig

Die hauptsächlich im Winterraps auftretenden Nacktschnecken gehören zu den Familien der Weg- und der Ackerschnecken. Aus der Familie der Wegschnecken können im Raps die Gartenwegschnecke (Arion distinctus) und die Spanische Wegschnecke (Arion lusitanicus) auftreten. Die Gartenwegschnecke ist schwarz gefärbt und nur 2,5 bis 3 cm groß. Die rötlich-braune Spanische Wegschnecke kann bis zu 12 cm groß werden und kommt unter den Wegschnecken inzwischen am häufigsten vor. Wegschnecken wandern meist von Wegrändern, Gräben und Feldrainen in die Kulturen ein. Daher konzentriert sich die Aktivität meist auf die Randbereiche der Schläge.

Genetzte Ackerschnecke besonders häufig

Am weitesten verbreitet ist die Genetzte Ackerschnecke (Deroceras reticulatum), die zur Familie der Egelschnecken zählt. Sie ist etwa 5 bis 6 cm lang und in ihrer Färbung sehr variabel (gelblich-weiß, grau, hell-rötlichbraun) mit dunkleren fast schwarzen Punkten und Flecken, die oberseits zu einer netzartigen Zeichnung zusammenfließen. Die Genetzte Ackerschnecke kann man daran erkennen, dass sie bei Berührung ein weißes Sekret ("Mucus") absondert. Die Graue Ackerschnecke (Deroceras agreste) ist gelblich-weiß bis hellbraun, kleiner und ohne dunkle Flecken und Zeichnung. Sie ist weniger verbreitet.
 

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