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Grassilage

Siliermittel - So finden Sie das passende Produkt für Grassilage

Grundfutter-Grassilage
Dr. Christine Kalzendorf, Landwirtschaftskammer Niedersachsen
am
18.04.2019

Je nach Zielsetzung werden bei der Grassilagebereitung unterschiedliche Siliermittel-Produkte eingesetzt. Damit sich die Investition in diese lohnt, muss das Mittel zur Situation passen.

Das DLG-Gütezeichen gibt Auskunft zur Wirkung des Produktes. Prinzipiell ist mit der Gütezeichenangabe die nachgewiesene Leistung aufgeführt, welche in abgekürzter Form mit Ziffern und Buchstaben ausgewiesen ist. Für die richtige Anwendung des Siliermittels ist somit die Kenntnis über die Bedeutung der Ziffern und Buchstaben des DLG-Gütezeichens grundlegend.

Für die Vergabe des DLG-Gütezeichens werden die Siliermittel im Auftrag der Herstellerfirmen von unabhängigen Untersuchungseinrichtungen geprüft. Die Ergebnisse wertet die DLG aus und entscheidet, ob das Siliermittel wesentlich bessere Wirkungen erzielte als die unbehandelte Silage. Je nach Prüfkriterien kann bei nachgewiesener, positiver Leistung ein Gütezeichen in benannte Kategorien erfolgen.

Wie der Tabelle weiter zu entnehmen ist, wird die Wirkungsrichtung 1 in drei weitere Anwendungsbereiche unterteilt. Sie berücksichtigen die Silierbarkeit des Futters. Die Kriterien zur Einordnung des Siliergutes als schwer-, mittelschwer- oder leicht silierbar sind der zweiten Tabelle zu entnehmen.

Wann sind Mittel wirtschaftlich?

Gelingt es, mit dem Siliermittel den Gärverlauf oder die aerobe Stabilität zu verbessern, werden in beiden Fällen Verluste reduziert. Je geringer diese Trockenmasse-Verluste sind, desto mehr Nährstoffe können bis zum Tier gelangen. Neben der Verlustminimierung ist der Arbeitszeitgewinn anzurechnen, weil schlechte Silopartien nicht entsorgt werden müssen.

Dass sich der Einsatz von Siliermitteln lohnt, zeigen die Ergebnisse des Silagewettbewerbs. Preisträger sind fast ausschließlich Landwirte, die Siliermittel als einen festen Bestandteil im Siliermanagement einbauen.

Ihr Erfolgsrezept basiert auf:

  • einem hochwertigen Gräserbestand, 
  • kurzen Feldliegezeiten,
  • einem intensiv zerkleinerten Siliergut (Schnittlängen unter 4 cm),
  • einer gezielten Auswahl des Siliermittels und 
  • er gleichmäßigen Verteilung des Mittels über ein Dosiergerät im Siliergut.

 

Den gesamten Beitrag lesen Sie in der LAND & Forst Ausgabe 16/2019

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